Eine Andalusien-Rundreise ist ein echter Geheimtipp für alle Urlauber, die nicht jedes Jahr nach Gran Canaria oder Ibiza fliegen wollen – denn natürlich wimmelt es auch in Andalusien von leckeren Spaniern und die Sonne brennt hier genauso heiß vom Himmel wie auf den beliebten Urlaubsinseln.

Zielflughafen der meisten Rundreise duch diese Regionn ist der Airport von Malaga. Die Stadt bietet einige gute Hotels und kann als Anfangs- und Endstation einer Andalusien-Reise dienen. Pflichtstation auf Andalusien-Rundreisen ist natürlich Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens.Die Altstadt wird von einem Labyrinth enger Gassen dominiert. Die Stadt zeichnet sich durch ihre palastartigen Häuser im altrömischen Stil und ihren marmorgetäfelten Innenhöfen aus. Zudem findet man auf Schritt und Tritt schöne Plätze mit Brunnen und anliegenden Cafés und Restaurants. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Sevilla gehören jedoch die Kathedrale Maria de la Sede, die zu den größten und schönsten gotischen Kirchen der Welt zählt, sowie der beeindruckende Alcázar – ein maurischer Palast mit prächtigen Säulen und Hallen.

Selbstverständlich gehört auch mindestens ein Badetag zu einer unvergesslichen Andalusien-Rundreise dazu. Für einen Tag am Mittelmeer empfiehlt sich ein Ausflug nach Vejer de la Frontera. Ganz in der Nähe befindet sich der schöne Strand von La Brea. Hier kann man ungestört baden und in der Sonne rösten. Wer im Urlaub nicht nur kanarische Dünen sehen möchte, sollte unbedingt einen Abstecher in die Region Gibralta machen: Hier erfreuen grüne Hügel das Auge des Betrachters!

 

Es muss ja nicht jedes Jahr Gran Canaria oder Mykonos sein – wieso nicht mal Ferien im Harz machen? Mein Mann und ich haben im Herbst spontan einen Ausflug nach Braunlage gemacht und waren von der Schönheit der Natur im Harz geradezu überwältigt!

An einem warmen, sonnigen Herbsttag schwangen wir uns noch einmal auf unsere Motorräder, bevor diese den Winter über in der Garage eingemottet werden. Eher zufällig führte uns die Tour nach Braunlage, einen der beliebtesten Urlaubsorte im Harz. Idyllisch am Fuße des Wurmbergs gelegen, hat Braunlage einiges zu bieten: Zahlreiche gute Hotels, eine Eislaufhalle, eine Seilbahn und sogar eine Skisprungschanze. Im Winter verwandelt sich Braunlage in ein richtiges Ski-Paradies mit Abfahrtspisten, Langlaufloipen und Rodelbahn.

Da es uns in Braunlage so gut gefiel, beschlossen wir spontan, für eine Nacht ein Hotelzimmer zu buchen. Wir entschieden uns für das Hotel Altes Forsthaus als unsere Unterkunft im Harz. Das Hotel verfügt über ein eigenes Restaurant, kostenlosen Parkplatz für Autos und Motorräder und liegt am Fuße des Wurmbergs in unmittelbarer Nähe der Seilbahn-Station. Mit dieser fuhren wir dann auch auf den Gipfel des Wurmbergs und genossen die Aussicht auf den Brocken – ein wirklich beeindruckender Anblick! Hinab ins Tal entschieden wir uns dann für den Fußweg: Eine herrliche Wanderung durch idyllischen Harz-Wald, jede Menge frische Luft und sogar einige knackige Wanderer waren auch unterwegs! ;-)

Am fogenden Tag fuhren wir dann nach Schierke und machten noch einen Abstecher auf den Brocken. So verbrachten wir ganz unverhofft einen spontanen Kurzurlaub im Harz. Da Braunlage von Hannover aus in nur 1,5 Stunden bequem zu erreichen ist, kann ich jedem Städter, der reine Landluft und unberührte Natur genießen möchte, den Kurztrip in den Harz empfehlen!

 

Tony O’Neill wurde im Jahr 1978 geboren und lebt als Autor und Musiker in New York. In seinem Buch Sick City mixt Tony O’Neill einen literarischen Drogencocktail – hart, hektisch und manchmal von gnadenloser Komik. In Kombination mit den Streetart-Zeichnungen von Michel Casarramona entwickelt sich Sick City zu einer regelrechten Wort-Orgie, ein Film in Buchstaben.

Der Großteil des Romans spielt in einer Drogenentzugsklinik in Los Angeles und es gibt wohl kaum eine Seite in dem Buch, auf der nicht geschnupft, geraucht oder gar gespritzt wird. Die Handlung ist gespickt mit cracksüchtige Transvestiten, Junkies, Nutten und Strichjungen und dreht sich um ein Video-Tape, das einige der wichtigsten Schauspiel-Stars Hollywoods bei einer wüsten Sexorgie zeigt. Sick City ist eine wunderbare Hommage an die frühen Black Mask Stories von Raymond Chandler.

 

Dieses bewegende Biografie handelt von dem jungen Rudolf Brazda, der kurz vor der nationalsozialistischen Machtergreifung sein Coming-Out als Homosexueller hat und mitsamt seine Familie sogar eine schwule Hochzeit feiert. Für kurze Zeit genießt er seine erste große Liebe, dann schlagen jedoch die Nationalsozialisten zu. Nach zwei Verhaftungen wird Rudolf Brazda im Jahr 1942 in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Dort überlebt er durch viel Glück und dank seines ungebrochenen Humors und Optimismus – aber auch, weil er einem kommunistischen Kapo sexuell zu Diensten stehen muss.

Rudolf Brazda wurde als Sohn tschechischer Einwanderer in einem heute thüringischen Dorf geboren und gilt als der letzte – derzeit bekannte – Lebende, der den Rosa Winkel trug. Sein Biograf Alexander Zinn erzählt die Geschichte eines erfüllten Lebens, das trotz aller Widrigkeiten von Liebe und Lebensfreude geprägt ist. Zugleich schildert Alexander Zinn die unbarmherzige Verfolgung homosexueller Männer während des Nationalsozialismus – eine Geschichte, die bis heute viele blinde Flecken hat.

 

Die Drag Queen Nina Queer aus Berlin ist vor allem durch ihre Schlampenimage bekannt, was sie jedoch nicht von einer erfolgreichen Karriere als Radiomoderatorin, Clubbetreiberin, DJane und Sängerin abgehalten hat. Und nun darf sich Nina Queer sogar noch als Buchautorin bezeichnen.

In ihrem Buch Dauerläufig berichtet Nina Queer über die Momente hinter den Kulissen, wenn die Lichter ausgehen, das Make-up abgewaschen und die Perücke auf den Ständer gehängt ist. Nina Queer lässt den Leser teilhaben an Rückschlägen, Enttäuschungen und Geldsorgen, Drogen und Alkohol, aber auch an Ruhm, Glück auch jeder Menge Sex. Der authentische und aufrichtige Stil von Dauerläufig lässt beim Lesen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Vom kleinen Dorf in Kärnten ins schillernde Nachtleben Berlins nimmt ins Nina Queer mit auf einer autobiografische Reise,  die viel Spass beim Lesen beschert.

 

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Ben Cohen ist ein heterosexueller, englischer Rugbyspieler, der nicht nur schweinegeil aussieht, sondern sich darüber hinaus auch noch für mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen einsetzt. Während deutsche Fußballstars wie Philipp Lahm schwule Fußballer vor einem Coming-Out warnen, hat Ben Cohen nach seinem Rücktritt als aktiver Rugby-Spieler eine Stiftung namens StandUp gegründet. Längst hat Ben Cohen dem ehemaligen Sex-Symbol den Rang abgelaufen, regelmäßig lacht er vom Cover englischer Gay-Magazine. Von der Zeitschrift Gay Times wurde Ben Cohen im Jahr als Sportler des Jahres ausgezeichnet und seine Kalender, deren Fotos ihn in der Regel mit nacktem Oberkörper zeigen, richten sich nicht nur eindeutig an seine schwulen Fans, sondern verkaufen sich auch noch wie geschnitten Brot!

Ben Cohen Interview auf CNN

Mit seiner Standup-Stiftung hat sich Ben Cohen das Ziel gesetzt, Homophobie und Mobbing zu bekämpfen. Auslöser für die Gründung seiner Stiftung war der Tod seines Vaters, der bei dem Versuch, einen Streit in einem Pub zu schlichten, sein Leben verloren hat. Nachdem Ben Cohen herausgefunden hatte, dass der Großteil seiner Fans schwule Männer sind, hatte er auch schon die passende Gefolgsgruppe für seine Anti-Mobbing-Kampagne gefunden. Erst kürzlich bereiste der verheiratete Weltcup-Sieger und Vater von Zwillingen die USA, wo sich der Großteil seiner Fans befindet, um seine StandUp-Stiftung zu fördern. Hunderte von Menschen haben seine Fundraising-Veranstaltungen, die mit Hilfe von schwulenfreundlichen Rugby-Clubs organisiert wurden, besucht. Ein wichtiges Instrument seiner Stiftung ist zudem Facebook: Die Ben-Cohen-Fanpage des sozialen Netzwerks kann bereits 170.000 Mitglieder aufweisen – Tendenz stark steigend. Unwiderstehliches Lockmittel zum Besuch seiner Fanseite sind zugegebener Maßen aber auch die sexy Fotos, die Ben Cohen immer wieder von sich hochlädt.

Es wäre zu wünschen, dass sich auch ein deutscher Sportstar in dem Maße für Tolerenz gegenüber Homosexuellen einsetzen würde, wie Ben Cohen es tut. Habt ihr Ideen, wer diese Aufgabe in unserem Land übernehmen könnte? Dann postet Eure Meinung in den Kommentaren!

 

Heute möchte ich Ihnen kein Buch, sondern einen schwulen Fotograf aus dem wunderschönen Bremen vorstellen:
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Fotograf Phil Porter möchte berühren, provozieren und erinnern. In seinen Fotografien präsentiert der Fotograf aus Bremen nackte Haut in Verbindung mit den dunklen Seiten des Lebens. In seinem Fotostudio an der Weser arbeitet er sowohl im Auftrag als auch auf eigene Faust. Zahlreiche Ausstellungen und Aktionen kann der Künstler bereits für sich verbuchen. Nun plant er ein Buch herauszubringen.

“In meinen Arbeiten geht es um gesellschaftliche Konflikte, die sich hauptsächlich auf das Innere beziehen. Die Protagonisten meiner Fotografien zeigen Wünsche und Ängste, sind stolz und verletzlich. Wohl deshalb berühren die Fotografien viele Besucher. Sie können sich in die Menschen hineinversetzen, die auf meinen Fotos präsentiert werden.”

Phil Porter verzichtet im Regelfall auf viele Requisiten. Seine Fotografien sind minimalistisch und entstehen zumeist im Studio. Die Schwarzweißfotografie stellt den Kern seines Werkes dar. “Fotos sind für mich immer Erinnerungen. Momente, die festgehalten wurden. Ein Foto in Farbe gibt die Vergangenheit nicht so sehr wieder, wie es eine Schwarzweißaufnahme tut. Hier sind die Farben verblasst, das große Drumherum wurde weggewischt. Was bleibt ist die Person und ihre Gefühle, die nicht von irgendwelchen
Farben verfälscht werden.”

Seit März 2011 arbeitet Phil Porter als Fotograf in Bremen. In seinem Atelier direkt an der Weser findet Porter Ruhe und Inspiration. “Man kann bei den Aufnahmen das rauschen des Wassers hören – es gibt nichts Schöneres!” Bis das Buch erscheint, kann man sich bereits auf seiner offiziellen Seite ein Bild von seinem Werk machen. Insbesondere der Blog ist
herzlich zu empfehlen. Hier präsentiert der Fotograf seine aktuellsten Fotos und viele Berichte “hinter den Kulissen”.

 

Homosexualität im Fußball ist eines der letztes Tabus in Deutschland. Dass es sie gibt, ist uns allen klar – doch bis zum heutige Tag hat sich noch kein (aktiver) schwuler Fußballprofi aus der Bundesliga geoutet. Was mittlerweile sogar unter Bürgermeistern und Außenministern gang und gäbe ist, treibt schwule Fußballer in die Verzweiflung.

Das Buch Seitenwechsel: Coming-Out im Fußballvon Tanja Walther-Ahrens befasst sich somit mit einem der konservativsten Bereiche unserer Gesellschaft: absolut fortschrittsresistent, von der Norm abweichende Lebensformen finden hier keinen Platz. Mit ihrem Buch will Tanja Walther-Ahrens eine Lanze brechen für mehr Toleranz gegenüber Menschen, deren sexuelle Ausrichtung in weiten Teilen unserer Gesellschaft längst akzeptiert ist.

Das Buch ist ein engagierter Appell für mehr Toleranz im Fußball. Nicht nur interessant für schwule Männer, die von einer Nacht mit Hansi Flick träumen!

 

Wer nach Thailand reist, wird früher oder später mit Strichern oder Prostituierten konfrontiert werden. Was viele Europäer nicht wissen: Prostitution hat in Thailand bereits eine lange Geschichte und entstand nicht erst durch das Aufkeimen des Massentourismus. Egal ob Männlein oder Weiblein – Sex ist für viele Thailänder häufig die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen. An den unzähligen Werbern vor den Bordellen oder Taxifahrern, die Provisionen kassieren, wenn Sie Fahrgäste bei einem Bordell absetzen, kommt man in Thailand, vor allem in Bangkok, nicht vorbei. Häufig kommt es sogar vor, dass Taxi-Fahrer oder Tuk-Tuk-Fahrer gleich ihren eigenen Körper zum Sex anbieten – “Make boom-boom” heißt das dann.

Wer daraus schließt, dass große Teile der thailändischen Männer schwul sind, täuscht sich jedoch. Die meisten Männer in der Homosexuellenszene sind eben so wenig homosexuell, wie die Mädchen in Bars nymphoman sind. Für die meisten thailändischen Jungs ist Sex ein Beruf, eine Tätigkeit, mit der man Geld verdienen kann. In dem Buch Auch Somchai hat seine Farang: Eine Geschichte über das Leben in Thailand von Gad Labudda wird der Werdegang eines beruflichen Homosexuellen und der Beginn seiner Laufbahn beschrieben. Ein sehr interessanter Einblick in das Leben eines thailändischen Strichjungen der viele europäischen Sextouristen die Augen öffnen sollte.

Der Autor Dr. G.M. Gad Labudda, geboren am 7. Februar 1942 in Danzig, hat Psychologie studiert und lebte knapp 20 Jahren in Thailand, wo er zunächst im Reisegewerbe und als Hochschuldozent tätig war. Er sammelte Erfahrungen in Bangkok, Surin, Kamphaeng Saen und Pattaya

 

Der Unternehmer Joachim Klinkenberg erzählt in seinem Buch Seitenwechsel – Coming-Out mit 40: Ein ernster, heiterer Blick auf eine späte Pubertät
im Dialog mit seiner besten Freundin, wie er sich als verheirateter Familienvater mit knapp 40 Jahren zu seiner sehr spät entdeckten Homosexualität bekennt.

Leider werden die durch den Titel von Joachim Klinkenberg geweckten Erwartungen in keinster Weise erfüllt: Das eigentliche Coming-Out ist bereits nach etwa 5 Seiten geschildert. Ausführliche Details über seine Empfindungen, Eindrücke und die innere Zerrissenheit während des “Coming out” – aber auch über die unterdrückten Gefühle und Begehrlichkeiten, die er die 40 Jahre vor seinem Seitenwechsel mit sich auskämpfen musste – gibt Joachim Klinkenberg leider nicht preis. Stattdessen fällt das Buch schnell in die gängigen Clichés über das schwule Leben, die man seit Ewigkeiten in jedem monatlichen Gay-Magazin und Schundroman nachlesen kann: Jugendwahn (Joachim Klinkenberg beschreibt sein aussehen nach dem Coming Out selbst als metrosexuell), wechselnde Partnerschaften und Sexualerlebnisse in der Zeit nach dem Seitenwechsel geschildert. Eine einzige Aufzählung von homosexuellen Kontakten ohne jeglichen Tiefgang, bei der es einzig und allein um den promiskuitiven Narziss geht. Besonders störend sind zudem die Kommentare der Freundin, die ihrem schwulen Freund Joachim Klinkenberg einfach nur nach dem Mund redet und Honig ums Maul schmiert. Eine Reflexion findet nicht einmal im Ansatz statt.

Schwule Familienväter, die sich in der selben Situation befinden und Lehren aus den Erfahrungen von Joachim Klinkenberg erhalten möchten, werden mit diesem Buch leider nicht belohnt. Der einzige Grund für ungeoutete schwule Väter und Ehemänner, dieses Buch zu lesen, wäre, dieses Buch als Ratgeber dafür zu nutzen, wie man sein Leben nach dem Coming-Out nicht gestalten sollte. Schade.

Joachim Klinkenberg, Seitenwechsel – Coming-Out mit 40, ist im August von Goethe Literaturverlag erschienen.

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