Segeltörn auf den Kanaren

Die Kanarischen Inseln erfreuen sich seit mittlerweile Jahrzehnten einer großen Beliebtheit unter schwulen Urlaubern. Die meisten homosexuellen Kanarenurlaub zieht es nach wie vor nach Gran Canaria: Die Insel hat mit der fantastischen Cruising-Landschaft in den Dünen von Maspalomas und dem Vergnügungsviertel Yumbo Centre mit seinen unzähligen Gay Bars, Clubs und Sauna eine riesige Schwulenszene für Männer aus der ganzen Welt zu bieten. Doch auch einige der übrigen Kanareninseln sind interessante Reiseziele für einen Gay-Urlaub. So hat sich beispielsweise in Corralejo im Norden von Fuerteventura einer kleine, aber feine Szene mit Gay-Sauna, Bars, Diskothek und schönen Cruising Areas direkt am Strand etabliert. Auf Teneriffa sind vor allem Puerto de la Cruz und Santa Cruz bei schwulen Touristen beliebt: Hier gibt es sogar einen Christopher Street Day.

Mitsegeln auf Kanaren-Segeltörn

Die wohl schönste Art, die Kanarischen Inseln zu entdecken, ist ein Segeltörn. An Bord einer Yacht segelt man von Insel zu Insel und kann auf diese Weise gleich mehrere Kanareninseln auf einen Schlag kennenlernen. Zum Glück gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Reiseveranstaltern, die Segeltörns zum Mitsegeln anbieten. Denn schließlich verfügt nicht jeder Mensch über einen Segelschein. Wer trotzdem schon lange davon träumt, auch ohne Schein auf einem solchen Törn mitsegeln zu dürfen, findet im Internet eine große Auswahl an Anbietern von Segelreisen.

Zu diesen Reiseveranstalter zählt auch Kaya Lodge. Das Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Paderborn bietet auf seiner Internetseite eine große Auswahl an Segelreisen, Blauen Reisen und Hausbooturlaub. Darunter befindet sich natürlich auch spezielle Angebote für die Kanaren (http://www.kayalodge.de/aktiv-mitsegeln/kanaren.html). Ausgangpunkt der Kanaren-Törns der malerische Hafen in Puerto de Mogan auf Gran Canaria. Aufgrund seiner idyllischen Kanäle wird der Ort auch als das “Venedig Gran Canarias” bezeichnet. Vor dieser malerischen Kulisse mit den mit farbenfrohen Blumen geschmückten Gassen starten die Kanaren-Segelreisen in Richtung Teneriffa, La Gomera und wieder zurück nach Gran Canaria. Allerdings handelt es sich um gemischte Gruppen mit Männern und Frauen.

Für alle Kanaren-Liebhaber, die das Archipel einmal vom Wasser aus erkunden möchten, ist ein solcher Segelurlaub zum Mitsegeln jedoch die perfekte Gelegenheit. Jedoch möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei den Segeltörns nicht um Kreuzfahrten mit All-Inclusive-Verpflegung handelt. Auf solchen Törns ist es üblich, dass alle Mitreisenden an Bord mit anfassen. So werden das Kochen, der Abwasch und das Einkaufen in der Regel gemeinsam erledigt. Trotzdem bleibt unterwegs natürlich noch ausreichend Zeit zum Relaxen, in der Sonne liegen, Baden, Schnorcheln und Tauchen. Wer gerne gemeinsam mit anderen Menschen verreist, wird sich auf den Booten der Kaya Lodge sofort wohlfühlen.

Weitere Informationen findet Ihr auf:
http://www.kayalodge.de

Gay-friendly Hotel im Harz für Kurzurlaub

Du möchtest mal wieder raus aus dem Alltag? Der Stress im Beruf wächst Dir über den Kopf und Du benötigst dringend eine Auszeit? Immer mehr schwule Männer verbringen ihren Kurzurlaub über’s Wochenende nicht mehr in Szenemetropolen wie Köln oder Berlin, sondern fahren hinaus auf’s Land. Hier ist die Luft noch rein, die Natur unberührt und abseits von Verkehrslärm, lauter Partymusik und überfüllter Bars und Clubs kann Mann hier in völliger Ruhe und Abgeschiedenheit Körper, Geist und Seele mit frischer Energie auftanken.

Harz-Hotel: Wanderung von Braunlage zum Brocken
Harz-Hotel: Wanderung von Braunlage zum Brocken

Kurzurlaub im Harz

Eine Region, die für einen erholsamen Kurzurlaub besonders geeignet ist, ist der Harz. Dank seiner zentralen Lage mitten in Deutschland ist das Mittelgebirge nämlich von überall in kurzer Zeit bequem mit Auto oder Bahn zu erreichen. Im Harz gibt es meines Wissens nach zwar keine Gayclubs oder Gaybars – dafür aber jede Menge Natur, herrliche Landschaften und hervorragende Bedingungen für sportliche Aktivitäten (und damit meine ich keine Bettakrobatik).

Der Harz ist das ideale Ziel für Wanderungen in intakter Natur. Durch den gesamten Nationalpark zieht sich ein dichtes Netz an gut ausgeschilderten Wanderwegen. Auch wer lieber auf dem Fahrrad unterwegs ist, findet eine große Auswahl an Routen: Von gemütlichen Radwegen für entspannte Radtouren bis zu actionreichen Mountainbiketrails für Adrenalinjunkies ist im Harz für jeden Geschmack die passende Fahrradroute dabei. Und auch für einen Winterurlaub bietet der Harz ideale Urlaubsbedingungen: Dort gibt es hervorragend präparierte Skilanglauf-Loipen, Alpinpisten und Rodelbahnen, welche sich hinter jenen der Alpen nicht zu verstecken brauchen.

Hotel Altes Forsthaus: Gay-friendly Harz-Hotel

Mein Lieblingsort für einen Kurzurlaub im Harz ist die Stadt Braunlage. Hier befindet sich auch das Harz-Hotel Altes Forsthaus (Homepage: http://www.forsthaus-braunlage.de), in welchem vom wandernden Rentner, über Familien mit Kindern bis zu homosexuellen Männern (und natürlich auch Frauen) alle Gäste herzlich willkommen sind. Das Hotelpersonal ist sehr freundlich, die Zimmer sauber und gemütlich und die im hoteleigenen Restaurant servierten Harzer Spezialitäten einfach köstlich! Ein weiterer Pluspunkt, der dieses gayfriendly Hotel im Harz auszeichnet, ist die perfekte Lage: Das Haus befindet sich direkt am Fuße des Wurmbergs, dem zweithöchsten Berg im Harz (nach dem Brocken) und höchsten Gipfel Niedersachsens. Die besten Langlaufloipen, Skipisten, Radwege und Wanderwege beginnen direkt vor dem Hotel. Falls Du einen Hund besitzt, kann Du auch diesen mit in den Harz-Urlaub nehmen: Die Vierbeiner sind im Hotel Altes Forsthaus nämlich ebenfalls gern gesehene Gäste.


Weitere Informationen für Deinen Kurzurlaub im Harz findest Du auf:

http://www.harzinfo.de/
http://www.braunlage.de/

Claudia Krell: Alter und Altern bei Homosexuellen

Dieses Buch beleuchtet auf der Basis von qualitativen Interviews mit Lesben und Schwulen wechselseitige Einflüsse von Homosexualität und Alter(n). In fünf Typen homosexuellen Alter(n)s werden konzeptionelle Ähnlichkeiten zwischen homosexuellen Identitäten und Altersbildern sowie Parallelen in den Formen des Umgangs mit den normativ abweichenden Identitätselementen sichtbar. Doch egal, ob hetero- oder homosexuell: Das Älterwerden und das Sterben werden unabhängig von der sexuellen Ausrichtung von den meisten Menschen unserer Zeit am liebsten verdrängt. Während die Menschen frührere Generationen es häufig gar nicht abwarten konnten, endlich erwachsen zu werden, wird heutzutage die Jugend möglichst lange herausgezögert. Dies nimmt mittlerweile abstruse Formen an: Während Mütter früher mit etwa im Alter von 20 Jahren ihr erstes Kind auf die Welt brachten, fühlen sich heute viele Frauen noch mit Mitte 30 zu jung für die Mutterrolle und gehen stattdessen lieber auf Partys. Doch auch die Männer möchten lieber möglichst lange unabhängig bleiben und fangen frühestens mit 40 Jahren an, sich über das Erwachsenwerden Gedanken zu machen.

Obwohl die deutsche Gesellschaft immer älter wird und es immer weniger junge Leute gibt, werden die Themen Alter und Tod weitesgehend ausgeblendet. Kaum ein Mann oder eine Frau macht sich Gedanken über das Leben im Alter: Wo werde ich im Alter leben? Wovon werde ich meine Miete bezahlen? Wie hoch wird meine Rente sein und werde ich überhaupt eine erhalten? Eines der sensibelsten Themen ist dabei die Altenpflege. Kein Mensch möchte seine letzten Jahre in einen Altenheim verbringen. Doch wer pflegt mich, wenn ich alt und krank bin? In vergangenen Zeiten stand außerfrage, das alte Menschen von Ihrern Kinden gepflegt wurden. Damals wohnte die ganze Familie noch unter einem Dach oder die Kinder holten ihre betagten Angehörigen zu sich in Haus, um sie zu pflegen. Die Sorge, was im Alter aus einem Menschen wird, betraf in den längst vergangenen Tagen höchstens kinderlose homosexuelle Männer und Frauen. Doch mittlerweile sind auch die meisten heterosexuellen Paare mit Kindern nicht mehr davor sicher, ins Pflegeheim abgeschoben zu werden: Der häufig rund um die Uhr verwöhnte Nachwuchs kann es sich nämlich beim besten Willen nicht mehr vorstellen, seine Individualität und seinen Lebensstandard aufzugeben, um Mutter und/oder Vater zuhause zu pflegen. Stattdessen wird der bequeme Weg gesucht und die Eltern ins Altenheim gebracht. Doch selbst, wenn der Wille zur 24-Stunden-Betreeung der Eltern gegeben ist: Häufig lässt die berufliche Situation die häusliche Pflege aus Zeitmangel gar nicht zu.

24-Stunden-Pflege zuhause in den eigenen vier Wänden

Zum Glück gibt es mittlerweile eine hervorragende Alternative zum Pflegeheim: Spezielle Pflegedienste bieten nämlich eine 24-Stunden-Pflege zuhause an. So können z.B. auch an Demenz erkrankte Patienten rund um die Uhr zuhause gepflegt werden. Weitere Informationen über diese Form der Rund-um-die-Uhr-Betreuung finden Sie z.B. auf der Seite des 24h-Pflegedienst Humanis: http://www.humanis-pflege.de/24-h-pflege.html

Zwar gibt es heutzutage sehr gute Altenheime und betreuten Wohnen, in denen die Senioren immer noch in einer eigenen Wohnung wohnen können. Doch selbstverständlich möchte niemand freiwillig sein eigenes Zuhause, in welchem er/sie viele Jahrzehnte lang gelebt hat oder es sogar selbst erbaut hat, aufgeben. Eine gute Alterb

Buchladen Männerschwarm in Hamburg geschlossen

Traurige Nachricht für alle schwulen Bücherwürmer und homosexuellen Leseratten: Vom 4. bis 24. Januar 2015 fand im schwulen Buchladen Männerschwarm in Hamburg der Ausverkauf statt, und Ende Januar wurde der Laden geschlossen. Somit sind von den einstmals sieben schwulen Buchläden in Deutschland nur noch zwei übrig: Und zwar der Prinz Eisenherz in der Motzstraße 23 in Berlin, und der Erlkönig in der Nesenbachstraße 52 in Stuttgart. Der Männerschwarm Verlag in Hamburg (Steindamm 105) bleibt jedoch weiterhin bestehen.

Zur weiteren Zukunft der schwulen Medien gibt es am 18. Februar eine Diskussionsrunde in Hamburg:

Wie soll es weitergehen, wie will sich Hamburgs queere Community in Zukunft mit Büchern und anderen Medien versorgen? Darüber möchten wir mit all denen ins Gespräch kommen, die Ideen, Tatkraft oder Geld für ein neues queeres Medienkaufhaus einbringen wollen.

Stirb und Werde! – Zukunftswerkstatt: Schwule Kultur für Hamburg

Zeit: 18. Februar 2015, 20 Uhr
Ort: Hein & Fiete, Pulverteich 21

Bildband Raunch

Nach Jahren der Körperrodung sprießen plötzlich an allen möglichen Körperteilen wieder Haare. Nicht nur alte Männer tragen wieder Vollbärte und vielerorts kann Mann wieder Brusthaare aus Hemdausschnitten sprießen sehen, kurze Hosen entblößen struppeligen Beine und im Schwimmbad und am Strand werden haarigen Bäuche zur Schau getragen. Der vorliegende Bildband “Raunch” ist eine Liebeserklärung an haarige Männer. Das Fotobuch präsentiert Fotos von verschiedenen Künstlern und regt die schwule Fantasie an!

Bill Konigsberg – Offen hetero

Der Roman “Offen Hetero” des amerikanischen Autors Bill Konigsberg schildert das Leben von Rafe: Bereits in der achten Klasse hat der Junge sich in seiner Heimatstadt Boulder, Colorado als schwul geoutet. Auch seine Eltern haben keine Probleme mit seiner Homosexualität und unterstützen ihren Sohn voll und ganz. Kurz gesagt: Kein Mensch stört sich daran, dass er schwul ist. Trotzdem gibt es eine Tatsache, welche Rafe gewaltig nervt: Die meisten Menschen sehen in ihm keine normale Person, sondern für sie ist er einfach nur “der Schwule”. Dabei will er wie seine Altersgenossen einfach nur ein ganz normaler Teenager sein. Also beschließst Rafe, an ein Jungeninternat in New England zu wechseln ab sofort einen offen heterosexuellen Lebenstil vorzutäuschen. Doch selbstverständlich verläuft dieser Plan nicht ganz so, wie gewünscht: An der neuen Schule verliebt sich der Junge in einen seiner neuen Mitschüler – und schon werden die Dinge komplizierter als gedacht…

Vor seiner Karriere als Romanautor war Bill Königsberg ein Sportjournalist. Sein erstes Buch “Out of the Pocket” wurde im Jahr 2008 mit dem Lambda Literary Award in der Kategorie Kinder- und Jugendbücher ausgezeichnet. “Offen hetero” erzieht hervorragende Kritiken, u.a. in der renommierten New York Times.

Jamie O’Neill – Im Meer, zwei Jungen

Der Roman “Im Meer, zwei Jungen” von Jamie O’Neill spielt im Irland des Jahres 1915: In heute kaum noch zu lesender epischer Sprache, dichtet der irische Schriftsteller und Journalist auf 700 Seiten eine Geschichte, in deren Mittelpunkt der 16-jährige Krämersohn Jim und der Arbeiterjungen Doyler stehen. Während um sie herum politische Unruhen brodeln, verlieben sich die zwei Jungen ineinander. Täglich treffen sie sich an einem Badefelsen an der Küste Dublin. Dort schließen sie einen Pakt: Doyler soll Jim das Schwimmen beibringen. Denn am nächsten Ostersonntag wollen sie zusammen zu den Felsen der Muglins schwimmen und die irische Fahne hissen. Doch dann werden die beiden Jungen von der Realität eingeholt, und die politischen Konflikte drohen, sie wieder auseinanderzureißen. …

Beim Lesen fühlt man sich unweigerlich an den Einfluß der großen irischen Schriftsteller wie Joyce und O’Brien erinnert, doch Jamie O’Neill findet durchaus seinen eigenen Stil. Mit “Im Meer, zwei Jungen” ist ihm sein eigenes Meisterwerk trefflich gelungen, das nicht nur schwule Leser endlich wieder dazu bringen kann, ungeniert zu lachen und zu weinen. Der Roman ist in einer sehr bildreichen Sprache geschrieben, sämtliche Protagonisten wurden akzentvoll gezeichnet, so dass man sie einfach ins Herz schliessen muss! Allerdings muss ich an dieser Stelle zugeben, dass es eine Weile dauert, bis man sich eingelesen hat. Denn der Autor lässt sich viel Zeit, bis sich die Handlung langsam und auf verschiedenen Erzählebenen entwickelt. Doch das Weiterlesen lohnt sich, denn Jamie O’Neill ist mit “Im Meer, zwei Jungen” eine äußerst schöne und glaubwürdige Erzählung gelungen. Endlich wieder Literatur mit einem schwulem Thema – und dennoch ist Schwulsein kein Thema: Das Buch ist einfach nur wunderbar und höchst empfehlenswert. Das Epos über Liebe und Freiheit erinnert an Klassiker wie Oliver Twist und Tom Sawyers und braucht sich hinter diesen nicht zu verstecken.

Dale Lazarov – Greek Love

Nach dem jüngsten Werk von Ralf König möchte ich Euch gleich noch ein weiteres Comic hier im Blog vorstellen: Dieser stammt aus der Feder von Dale Lazarov, seines Zeichens Erfolgsautor und Herausgeber von Sticky, Manly, Nightlife und Good Sports. Mit Greek Love ist nun der fünfte Comic des Chicagoer Autoren bei Bruno Gmünder erschienen.

Doch worum geht es in dem Werk? Eros erlaubt sich, einen Halbgott und einen Hirten zu verkuppeln, um an deren erotischem Abenteuer teilzuhaben. Die Geschichte wird mit starken Bildern und ohne Worte erzählt. Wie all seine Comics ist auch Greek Love voller Lust und Humor. Seine Geschichten sind versaute, obwohl es gleichzeitig auch mal durchaus zärtlich zur Sache geht.

Dale Lazarov ist ein offen schwuler amerikanischer Comic-Zeichner und Dichter. Seine wortlosen, erotischen Geschichten und Graphic Novels wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er selbst bezeichnet Tom of Finland als einen der größten Einflüssen und lebt und arbeitet zur Zeit in Chicago.

Ralf König – Konrad & Paul: Raumstation Sehnsucht

Konrad und Paul sind endlich wieder da! Ralf König verarbeit in seinem neuesten Konrad-und-Paul-Comic mit dem wunderbaren Namen “Raumstation Sehnsucht” viele Motive aus den Dramen von Tennessee Williams, der von vielen auch als der amerikanische Shakespeare bezeichnet wird. Zweifellos war er jedoch der genialste Dramatiker, den Amerika je hervorgebracht hat. So enhält die Geschichte einige Elemente aus Werken wie zum Beispiel “Endstation Sehnsucht”, “Die Glasmegagerie”, “Plötzlich im letzten Sommer” oder “Die tätowierte Rose”.

Neuer Comic von Ralf König – Konrad & Paul: Raumstation Sehnsucht

Doch worum dreht sich die Geschichte des ungleichen Paares Konrad und Paul dieses Mal? Eine Hitzewelle im Mai lässt den Testosteronpegel ansteigen und Paul im Auftrag seiner Mutter auf nach Frankfurt, um seiner Schwester Edeltraut, die mit einem Tier von Mann verheiratet und im neunten Monat schwanger ist, hilfreich zur Seite zu stehen! Wie zu erwarten, passt der polnische Schwager genau in Pauls Beuteraster! Zu gleichen Zeit im heimischen Köln ist Konrad fasziniert von seinem rumänischen Klavierschüler Anton. Der weltfremde Jüngling allerdings interessiert sich mehr für seine Sammlung antiker Likörgläser. Die Grundelemente der Konrad-und-Paul-Comics finden sich also auch in Ramstation Sehnsucht wieder: Auf der einen Seite amüsieren wir uns über Paul mit seiner Vorliebe für grobschlächtige Muskelmänner, andererseites leiden wir mit dem schmächtigem, kultivierten Konrad und seiner Vorliebe für sehr junge Männer. Für einen szenefremden Leser wie mich, der abseits der schwulen Szene ganz spießig in einer kleinstädtigen Doppelhaushälfte lebt, bleiben Ralf Königs Comics eine der letzten Verbindungen zur schwulen Subkultur.

Auch wenn ich sonst kein Comic-Fan bin: Die Gay-Comics von Ralf Köng sind ein Muss für jeden schwulen Mann und eine Bereicherug für jeden Hetero.

Andreas Bertram – Schmeckt wie Urlaub und macht nicht dick

Ein Leser dieses Blogs schrieb mir neulich, dass ich auf diesen Seiten zu viel schwere Kost vorstellen würde. Also habe ich mir die Bitte, doch auch mal wieder etwas leichtere, fröhliche schwule Lektüre vorzustellen, zu Herzen genommen. Wie wäre es zum Beispiel mit “Schmeckt wie Urlaub und macht nicht dick von Andreas Bertram?

Das Buch hinterlässt beim Leser ein sonniges, beschwingtes Gefühl und garantiert ein heiteres Lesevergnügen. Ich musste bei beim Lesen jedenfalls mehrmals laut lachen. Doch worüber Handelt die Geschichte eigentlich?

Wie so viele schwule Männer sucht auch Andy einen Partner für’s Leben, Als durchschnittlich gut aussehener Buchhändler, der in den letzten Monaten zu viel Schokolade gefuttert hat, ist dies jedoch nicht die leichteste Lebensaufgabe. Trotzdem – oder besser gesagt: gerade deshalb! – lässt er sich auf eine heimliche Affäre mit dem attraktiven Seifenopern-Star Manuel ein, obwohl dieser ihm in der Vergangenheit schon einmal das Herz gebrochen hatte. Gleichzeitig macht Andy jedoch Bekanntschaft mit dem Polizisten Robert. Als hätte er mit seinem eigenen Gefühlschaos noch nicht genug Probleme, verstrickt ihn sein bester Freund in ein turbulentes Eifersuchtsdrama, in dem ein haareschneidender Latinosexgott, ein russisches Busenwunder und eine Transgender-Wahrsagerin eine nicht unbedeutende Rolle spielen. In Schmeckt wie Urlaub und macht nicht dick schildert der Autor einen Antihelden im Wirrwarr seines Liebeslebens, den man bereits nach wenigen Seiten ins Herz geschlossen hat.

Wer Popcornliteratur mit viel Witz, Charm und einem Hauch Romantik sucht, sollte bei diesem Buch unbedingt zugreifen. Der Autor Andreas Bertram ist gebürtiger Sauerländer, absolvierte in jungen Jahren eine kaufmännische Ausbildung und startete anschließend kurze, jedoch unbefriedigende Karriere im öffentlichen Dienst. Nach seinem Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg lebt Andreas Bertram heute abwechselnd in Bayern und im Sauerland, schreibt Drehbücher und Beiträge für einen Film-Blog.