Alexandra – Die Legende einer Sängerin

Die Sängerin Alexandra – deren Todestag sich an diesem 31. Juli zum 40. Mal jährt – ist mir ihrer dunklen, rauchigen, unverwechselbaren Stimme und unvergessenen Hits wie zum Beispiel “Zigeunerjunge”, “Sehnsucht” oder “Mein Freund, der Baum” unsterblich geworden. Doch die im Jahre 1969 tödlich verunglückte Sängerin Alexandra wurde nicht einmal 30 Jahre alt und somit viel zu früh zu einer wahren Legende. Um Ihren Tod ranken sich derweil viele Gerücjte und Verschwörungstheorien: War es nur ein gewöhnlicher Autounfall, bei dem Alexandra und ihre Mutter auf Sylt ums Leben kamen (ihr kleiner Sohn überlebte den Unfall übrigens nahezu unverletzt) oder steckte ein Mordkomplott dahinter? Wer war diese wunderschöne Frau, der als einer der wenigen deutschen Schlagersängerinnen eine weltweite Karriere gelang?

Der Journalist Marc Boettcher wirft mit seinem Buch “Alexandra – Die Legende einer Sängerin” einen Blick hinter die Kulissen des Showbusiness der 60er Jahre und geht den Geheimnissen um Alexandras Leben und Tod auf den Grund. Dabei begegnen dem Leser viele andere Showgrößen aus dieser Epoche, zum Beispiel Udo Jürgens, Adamo, Lou van Burg, Roy Black, Vicky Leandros, Rex Gildo, Fred Weyrich und Hans Beierlein, die die große Alexandra bei ihrem Senkrechtstart in den Schlagerhimmel begleiteten, aber wir erfahren auch etwas über die Einsamkeit, in der sie sich befand, als der Tod sie überraschte.

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Roland Simons
Roland Simons

Hi! Zu Eurem Eintrag "Alexandra - Die Legende einer Sängerin": Der Unfall war nicht auf Sylt! Alexandra wollte mit ihrer Mutter …

Mein Mann liebt einen Mann

Viele vermeintliche heterosexuelle Männer verheimlichen ihr wahres Ich und fühlen sich in Wirklichkeit zu Männern hingezogen. Viele Familienväter suchen in Cruising-Areas oder auf Autobahnparkplätzen nach dem schnellen Sex mit einem anderen Mann. Manche schwule Familienväter trifft man sogar in Gay-Saunen oder in Pornokinos auf der Suche nach Männersex. Und manche dieser Männer wagen sogar eines Tages den großen Schritt, und verlassen Frau und Kinder, um endlich ihr schwules Leben ausleben zu können. In dem Buch Mein Mann liebt einen Mann. Wie Frauen das Coming-out ihres Partners bewältigen berichten Frauen, denen genau dies passiert ist, über ihre Gedanken und Gefühle.

Für viele Frauen bricht mit dem Coming-out des Partners zunächst eine Welt zusammen – was ich durchaus nachvollziehen kann: Zum einen sind sie (sexuell) betrogen worden – zum anderen hat der Mann, den sie liebten, ihnen nur etwas vorgespielt und liebt sie überhaupt nicht. Denn ihr Ehemann ist schwul. Diese Frauen sind in ihrer Weiblichkeit tief verletzt und müssen sich in einemvwahren Gefühlschaos zurecht finden. Im Gegensatz zu einer Frau, deren Mann sie mit einer anderen Frau betrogen hat, besteht bei den Frauen, deren Mann sie mit einem anderen Mann betrogen hat, kaum Hoffnung auf Rückbesinnung oder sexuellen Treue ihres Partners. Nicht nur ihre Gegenwart und Zukunft ihrer Partnerschaft sind plötzlich in Frage gestellt, besonders auch die Vergangenheit ihrer Ehe oder Beziehung erscheint nun in einem vollkommen anderen Licht. Was war echt? Was nur vorgetäuscht? Die Erkenntnis, mit einem teilweise Fremden gelebt zu haben, zieht rückblickend auch die schönen Momente in Zweifel.

Die Autorin Bettina von Kleist war selbst davon betroffen und hat mit diesem Buch voller Interviews mit anderen betroffenen Frauen ein brisantes und überfälliges Thema aufgegriffen.

Magierblut – Die Dämonen des Caskáran

Ein homoerotischer Fantasy-Roman ist auf jeden Fall eine Besonderheit auf dieser Seite: Mit spannenden Worten entführt uns Simon Rhys Beck in Magierblut – Die Dämonen des Caskáranauf eine abenteuerliche Reise durch ein Land der Magie.

Wie in den meisten guten Fantasyromanen wimmelt es auch in Magierblut – Die Dämonen des Caskáran von Intrigen, machthungrigen Brüdern oder einer rachsüchtigen Stiefmutter und die Spannung baut sich von der ersten Seite an auf, hält sich durch das ganze Buch hindurch und gipfelt schließlich in einer Überraschung, als man die Täter findet und das Geheimnis um Bennet gelüftet wird. Selbstverständlich kommt auch die schwule Erotik in dem Story nicht zu kurz, und manchmal muss der Leser Angst haben, dass die Seiten des Buches vor lauter Hitze Feuer fangen könnten.

Die beiden Hauptcharaktere Zeth und Bennet sind zwei Mannsbilder, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, und dennoch fühlen sich die beiden Kerle vom ersten Augenblick an zueinander hingezogen. Es knistert vor Erotik zwischen den beiden Männern und der Leser will auf jeder Seite des Romans wissen, wie es mit Bennet und Zeth weitergeht. Im Laufe der Handlung geraten sie in viele Gefahren und Intrigen, die ihre Liebe auf eine harte Probe stellen. Doch bis sie erkennen, dass ihre Liebe und das Schicksal sie für immer zusammengeschweißt haben, müssen sie zahlreiche Hürden meistern.

Karan – Sonju DiCarmen

Der Roman Karanvon Sonju DiCarmen erzählt von einem jungen Halbinder/Halbengländer namens Karan, der bei seiner aufreibenden Jobsuche in London auf den charismatischen Dev trifft. Selbstverständlich ahnt Karan nicht, dass es sich bei diesem um den schüchternen Sohn des Besitzers des Jadoo-Theaters handelt, bei dem er sich am nächsten Tag – erfolgreich – vorstellen möchte.

Zwar plant Dev, in wenigen Tagen nach Indien zu fliegen, um seine Familie nachzuholen, doch nichtsdestotrotz lädt Karan ihn ein, bei ihm zu übernachten. Dabei verliebt sich Karan in Dev, und obwohl er sich geschworen hat, es Dev niemals zu sagen, ist es dem unglücklichen jungen Mann an diesem Abend nicht mehr möglich, seine Gefühle für Dev zu verstecken. Karan gesteht seinem Angebeteten seine Homosexualität und beichtet ihm sogar, dass er sich zu ihm hingezogen fühlt. Dev beschließt überraschender Weise, Karan sein „erstes Mal“ zu schenken, stellt aber dabei klar, dass er verheiratet ist und sie nur diese eine Nacht miteinander haben werden. Doch natürlich kommt alles ganz anders: Die beiden Männern verlieben sich ineinander. Aus unterschiedlichen Gründen stehen jedoch beide nicht zu ihren Gefühlen, so dass sie am nächsten Tag schweren Herzens voneinander Abschied nehmen mit der Absicht, in Zukunft bei der gemeinsamen Arbeit im Theater Freunde zu sein.

Das Buch Karan zeigt dem Leser, dass Homosexualität nicht immer nur die Gier nach schnellem Sex ist, sondern es erzählt sehr eindrucksvoll und gefühlvoll die Verwirklichung der eigenen Liebeswelt bzw.- vorstellung.

So interessant wie die Geschichte dieses schwulen Romans klingt auch der Lebenslauf der Autorin Sonju DiCarmen: Diese wurde 1976 in der Nibelungenstadt Wormsgeboren und arbeitet zur Zeit als Handelsfachwirtin im Bereich BWL & Insolvenzen. Sie machte einen Abschluss im Bereich Business-Sprachen an der LCCI London und kann berufliche Einsätze als Assistentin im Exportgeschäft vorweisen. Außerdem arbeitete sie fast acht Jahre lang in einem Vollzeitjob als Prokuristin und leitete nebenbei ihr eigenes Wellness-Studio. Den Roman schrieb sie als Ausgleich zu ihrem von Zahlen dominierten Leben.