Homosexualität im Fußball ist eines der letztes Tabus in Deutschland. Dass es sie gibt, ist uns allen klar – doch bis zum heutige Tag hat sich noch kein (aktiver) schwuler Fußballprofi aus der Bundesliga geoutet. Was mittlerweile sogar unter Bürgermeistern und Außenministern gang und gäbe ist, treibt schwule Fußballer in die Verzweiflung.

Das Buch Seitenwechsel: Coming-Out im Fußballvon Tanja Walther-Ahrens befasst sich somit mit einem der konservativsten Bereiche unserer Gesellschaft: absolut fortschrittsresistent, von der Norm abweichende Lebensformen finden hier keinen Platz. Mit ihrem Buch will Tanja Walther-Ahrens eine Lanze brechen für mehr Toleranz gegenüber Menschen, deren sexuelle Ausrichtung in weiten Teilen unserer Gesellschaft längst akzeptiert ist.

Das Buch ist ein engagierter Appell für mehr Toleranz im Fußball. Nicht nur interessant für schwule Männer, die von einer Nacht mit Hansi Flick träumen!

 

Vom Bondi-Beach ins ländliche Australien: Der Fotograf Paul Freeman ist für seinen neuesten Bildband Outback Currawong Creekdurch das australische Outback gereist und hat junge, gut gebaute Männer in ihrem natürlichen Lebensraum fotografiert, zum Beispiel am Steuer ihres Trucks oder inmitten einer einsamen Steppenlandschaft. Dabei entstand dieser luxuriöse Bildband mit sage und schreibe 240 künstlerisch anspruchsvollen, und doch heißen Fotografien. Ein Muss für jeden Liebhaber kerniger Männerkörper!

 

Und gleich noch ein Buch von Rainer Hörmann: In seinem Buch Der Bärenkult. Das Tier im Mann! versammelt der Autor Beiträge, Fotos und lllustrationen von Bären für Bären, Bärenkenner, -liebhaber und Jäger und dokumentiert die Vielfalt dieser lebendigen schwulen Szene. Bb Grizzly, Eisbär, Jungbär, Muscle-Bär, Otter oder Wolf – alle unterschiedlichen schwulen Bärenarten sind in diesem Werk vertreten. Und der Leser kann dennächsten Bärentreffpunkt in seiner Nähe und in ganz Europa heraussuchen. “Der Bärenkult” ist ein äußerst vergnügliches, augenzwinkerndes Sachbuch über behaarte schwule Männer. Ein Hoch auf die bärige Männlichkeit!

 

Rainer Hörmann ist Buchautor, freier Journalist (u.a. für hinnerk und Siegessäule), Lektor und Zeichner aus Berlin.

In seinem Buch Samstag ist ein guter Tag zum Schwulsein seziert Rainer Hörmann fundiert, aber mit sarkastisch-ironischem Ton die schwule Lebenswelt unserer bundesdeutschen Gegenwart. Er schildert das Treiben in den schwulen Internetportalen wie gayroyal oder gayromeo, die Oberflächlichkeit der Schwulenszene sowie das Desinteresse der Schwulen an gesellschaftlichen wie politischen Zusammenhängen.
Rainer Hörmanns Generalfrage lautet: Was verbindet die Schwulen eigentlich miteinander? Ist die sexuelle Lust am Mann die einzige Gemeinsamkeit aller Schwulen? Hörmanns Antworten sind – verständlicherweise – erneut offene Fragen. Jedoch gelint es Rainer Hörmann zumindest, mit seinen sehr couragierten und offensiv-polemischen Statements eine Diskussion auf den Weg zu bringen.

Sehr lesenwert ist übrigens auch Rainer Hörmanns Weblog Samstag ist ein guter Tag, dessen Titel offensichtlich an dieses wunderbare Buch angelehnt ist.

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