Das Buch Pauls Bücher: Buch.1, Die Entwicklung: Bd 1von Joachim Bartholomae ist der erste Band aus der Reihe von “Pauls Büchern”. Dieser Band erzählt von dem ersten halben Jahr der SM-Beziehung von Paul und Leon. Die Tagebucheinträge sind fast durchweg von der Euphorie dominiert, endlich die richtige Kombination von Liebe und Sex gefunden zu haben, nach der beide Partner ihr Leben lang gesucht haben.

Was die Serie “Pauls Bücher” so interessant macht, ist die Tatsache, das sich alles wirklich genau so ereignet hat, wie es geschrieben steht – nichts von alledem ist Dichtung.
Der Autor Joachim Bartholomae hat dieses Buch gemeinsam mit seiner damaligen SM-Beziehung geschrieben und ursprünglich war es lediglich als ein Tagebuch nur für die beiden geplant. Die Niederschriften dienten dazu, den jeweiligen Partner über den Stand des eigenen Kopfes zu informieren, Entwicklungen und Schwierigkeiten aufzuzeigen um diese Beziehung in dieser Heftigkeit leben zu können, da SM eine derart intensive Geschichte ist, die nur in einer engen Partnerschaft wie dieser ausgelebt werden kann.
Aus diesem Grund sind Pauls Bücher keine Literatur im herkömmlichen Sinne, sondern ein wirkliches Tagebuch, welches sich genau so ereignet hat, wie es zwischen den Buchdeckeln geschrieben steht. Es ist tatsächlich nichts dazugedichtet oder weggelassen worden.

Die Geschichte ist übrigens mit diesem Buch nicht zu Ender. Im zweiten Band Pauls Bücher: Buch.2, Die Wende: Tagebuch einer SM-Beziehung: Bd 2 geht die Geschichte von Paul und Leon nämlich weiter. Lasst euch überraschen.

 

Elvira auf Gran Canaria: Urlaub, Schwule, Strand und Tanz von Elvira Klöppelschuh ist ein Klassiker der schwulen Literatur: Einfach zum Schreien komisch sind die Schilderungen des schwulen Strandlebens auf Gran Canaria, der Lieblingsinsel aller Schwulen. Wie auf dem Präsentierteller liegen die Schwuletten dicht gedrängt im Sand von Playa del Ingles, kreischen bei jeder anrollenden Welle und lästern über die Heten, die vor allem bei Flut fast auf Tuchfühlung an den Homos vorbeiziehen (müssen). Sobald es am Nachmittag kühler wird, geht es dann zu Kaffe und Kuchen ins Café Wien im Cita-Einkaufszentrum und die Nächte werden im Yumbo-Center durchgefeiert. Auch das Yumbo-Centre ist tagsüber ein Einkaufszentrum, doch abends verwandelt es sich in ein riesiges Spaßland für Homosexuelle: Unzählige Cafés, Nachtclubs und sogar eine Gay-Sauna liegen hier nebeneinander und Schwule aus ganz Europa treffen aufeinandern…

Elvira auf Gran Canaria darf auf keinen Fall im Handgepäck eines Gran Canaria-Urlaubers fehlen. Allerdings sollte man schon über sich selbst lachen können.

 

Das Buch Mädchenhass und Jungenliebevon Benjamin Wagner erzählt eine unglaublich berührende Geschichte, wie aus dem wahren Leben: Der 16-jährige David ist in seiner Beziehung mit einer Klassenkameradin nicht mehr glücklich. Die beiden haben zwar ein ausgefülltes Sexleben, doch aus Davids Sicht ist die Liebe abhanden gekommen. Doch völlig unverhofft kommt eines Tages eine neue Liebe in Davids Leben,nund zwar in Form des etwas jüngeren Henning, den er in der Schule kennenlernt und sich schnell mit ihm anfreundet. Zunächst bemerkt David die wachsenden Gefühle für Henning gar nicht, doch nachdem seine Beziehung mit Lara schließlich in die Brüche gegangen ist, muss er sich eingestehen, dass er sich in einen Jungen verliebt hat. Dieses Bekenntnis ist für David erst der Anfang eines harten Weges, auf dem mehr Fallen und Hindernisse auf ihn warten, als er je zu träumen gewagt hätte. Er wird von seiner Ex-Freundin gnadenlos verfolgt und es gipfelt in der Anschuldigung, er hätte sie vergewaltigt! Doch unerwartet kommt Hilfe. Eine ungewöhnliche Stalker Geschichte unter Jugendlichen!

 

Bei diesem Roman handelt es sich um eine rundum originelle Liebesgeschichte aus einer Arbeits- und Lebenswelt, in der es auf körperliche Leistung ankommt und die auch schmalbrüstige Leser nicht kalt lässt. Bodycheckvon Rolf Redlin ist nämlich ein Buch über echte schwule Männer: Manfred, der Held dieses Romans, fährt LKW für einen Baumarkt, bringt ganze hundert Kilo an Muskelmasse auf die Waage und joggt lieber um den See, als in der Szene abzuhängen. Er mag es total bodenständig, schnöselige Studenten haben bei ihm nicht die geringste Chance. Als er eines Tages mal wieder seine Mutter in einem winzigen Kaff in Mecklenburg besucht, lernt er dort Toralf kennen. Dieser ist Dachdecke und verbringt seine Freizeit am liebsten mit Bodybuilding und tiefergelegten Autos. Toralf ist verblüfft, dass auch ganz normale Kerle schwul sein können, und zwischen den beiden bahnt sich etwas an.

 

Der Titel dieses Buches erinnert nicht umsonst an die beliebte Serie Sex and the City: Gay and the City – dieser Meilenstein der schwulen Literatur, beschwört die Freundschaften, die schwule Männer schließen, ganz egal ob sie nun mit oder ohne Sex beginnen oder ganz ohne Sex auskommen. Mit spitzer Zunge und scharfem Blick beschreibt der Autor Ethan Mordden das schwule Leben in Manhattan, wo der exzentrische Erzähler Hof hält und über die Verwicklungen im Leben seiner Freunde berichtet – vom unerschütterlichen Dennis Savage und seinem Partner Little Kiwi, der stets in Begleitung seines nervenden Hundes Bauhaus auftaucht; vom attraktiven Carlo, Inbegriff des muskulösen ‘Hunk’; und von vielen anderen, die sich finden, um festzustellen, dass ihre geradezu verschworene Gemeinschaft das größte Geschenk ist, das sie sich gegenseitig machen können.

 

Dies ist ein interessantes und sehr spannendes Buch, dass einige der besten Metaphern beinhaltet, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Bestes Besipiel: “In Organen ausgedrückt hockte sich das Gehirn breitarschig über sein Herz…”.

Der Roman Warum ich?: Das Coming-out des Kommissars“>Warum ich?: Das Coming-out des Kommissars von Andy Claus eine reizvolle und spannende Mischung aus authentischer Biografie und Romanfiktion und gleichzeitig eine Geschichte über die Probleme eines Coming Outs, der Liebe und dem Leben einer schwulen Partnerschaft. Mike Bennett ist Polizeibeamter und beschäftigt sich lange Zeit mit der Frage “Warum bin ich schwul?” Auch als er Detlef kennen lernt und dieser zu seinem Lebensmittelpunkt wird, hat Mike wegen seines Berufs viele Jahre Probleme mit einem Coming Out. Da er seine wirklichen Bedürfnisse bis zur Selbstverleugnung unterdrückt, steht er unter einem ständigen psychologischen Druck, dem er letztendlich nicht mehr gewachsen ist. Als zudem die Partnerschaft aufgrund der Verleugnung zu zerbrechen droht, nimmt Mike allen Mut zusammen, offenbart sich und steht zu seiner Liebe und zu Detlef. Der Roman beginnt 2006 nach insgesamt 22 Jahren Partnerschaft und gemeinsamen Lebens. Mike erwartet Detlef am Flughafen, der aus New York landen soll. Doch dann erhält Mike die Mitteilung, dass das Flugzeug entführt wurde. Während der nervenaufreibenden Zeit der Angst und des Wartens erleben Mike und Detlef jeder für sich in Rückblicken ihre Kindheit, ihr Leben und ihre Liebe bis zum heutigen Tag mit allen Höhen und Tiefen noch einmal. Ob sie sich wirklich wieder sehen, beschreibt dieser Roman.

 


Sacha Brohm kannte ich bisher nur durch sein unterhaltsames Blog. Nun zaubert Bielefelds beliebtester und bärtigster Lesebühnenartist mit seinem ersten Buch Sacha Brohms glitzerndes Schatzkästlein voller funkelnder Alltagsmärchen allerhand funkelnde Juwelen aus seinem glitzernden Schatzkästlein . Neben amüsanten Alltagsgeschichten und Kindheitsanekdoten findet der werte Leser auch fiktive Tagebucheinträge und Praktikumsberichte mehr oder weniger bekannter historischer Persönlichkeiten. Und selbstverständlich fehlen auch Sacha Brohms zauberhaft schrulligen Märchen in diesem Werk nicht, welches eine fantastische und abenteuerliche Reise in die schräge Gedankenwelt des Sacha Brohm darstellt! Wunderschön auch das Cover von Christine Gensheimer.

„Ich möchte euch mitnehmen. Mitnehmen in eine Zeit, die schon lange vorbei ist. Eine Zeit voller Geheimnisse und dunkler Rätsel, eine Zeit, von der ich nicht sagen kann, ob es sie wirklich einmal gegeben hat oder ob sie nur ein großer Mythos ist. Eine Zeit, die in den Medien oft verzerrt dargestellt wird. Eine Zeit, fast schon ein Ort, ein physisch greifbarer Ort, […] ein Ort und eine Zeit, eine Utopie: Meine Kindheit.“

Und sowas aus Bielefeld, wer hätte das gedacht!? Und um das Buch auch gehörig zu feiern, eröffnet der Autor unter www.sachabrohm.de auch gleich ein neues Blog!

 

Solche Situationen kennt wahrschdeinlich jeder Schwule zuhauf: Der triste Blick des 40-jährigen “Jeansboys” in der Lederkneipe, die quälende Entscheidungsvielfalt auf de Cruising-Parkplatz an der Autobahn, Selbstzweifel vor dem Fitness-Studio, Überlegungen, ob der eigene Arsches auch knackig genug ist oder peinliche Begegnungen mit Möchtegern-Schlampen. Die schwule Welt kann ja wirklich ziemlich verwirrend sein. Doch was kann der gewöhnliche Homosxuelle dagegen tun? In den wahnwitzig komischen Essays von “Cruising mit den Wonderboys: und andere schwule Erkenntnisse” widmet sich der Satiriker namens Egbert Hörmann, welcher sehr oft auch mit dem berühmten Max Goldt verglichen wird, diesen und anderen Geheimnissen des schwulen Lebens und ist dabei wirklich so dermaßen lustig, dass man fast glauben könnte, er hätte den schwulen Gott gefunden.

 

“Die Mitte der Welt” ist ein Roman von Andreas Steinhöfel aus dem Jahr 1998 und wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.. Das Buch erzählt eine Geschichte über die Probleme des Erwachsenwerdens, Pubertät, Neid und Eifersucht, Freundschaft und Liebe.

Worum geht es? Phil ist siebzehn Jahre alt, hat eine Zwillingsschwester, eine beste Freundin, eine etwas verrückte Mutter mit einem Männertick und ist einen einen Jungen verliebt – Nicholas. “Die Mitter der Welt” behandelt jedoch nicht in erster Linie das Thema Homosexualität, sondern stellt die Schwierigkeiten vor, mit denen sich ein Teenager alltäglich auseinandersetzen muss: Phil wohnt mit Mutter und Schwester in einem riesigen Gutshaus. Die Bewohner des Ortes verstehen die etwas schrullige Familie nicht, und es gibt kaum Kontakt zwischen den drei Familienmitglieders sowie den Bewohnern des Ortes. Ausnahmen sind Phils Mentorin, eine Rechtsanwältin, sowie seine Freundin Kat, welche die Tochter des Schuldirektors ist und immer wieder gerne gegen die Verbote ihrer konservagtiven Eltern verstößt, um ihren Freund Phil besuchen zu können.

“Die Mitte der Welt” erklärt durch Anekdoten die Vergangenheit der Familie, den nicht vorhandenen Vater, einen Onkel als Vaterfigur und Kindheitserinnerungen der Geschwister Phil und Dianne. Episoden der Gegenwart handeln unter anderem von Phils Liebe zu Nicholas, Gespräche mit seiner Mentorin und Streitigkeiten zwischen seiner Schwester und seiner Mutter.

 

Seit 10 Jahren steht diese tolle Serie von Armistead Maupins Stadtgeschichten hier unangetastet im Regal – und erst jetzt entdecke ich, welch ein Schatz sich hinter den bunten Buchrücken verbirgt. Die Stadtgeschichten beschreiben den Lebensstil in San Francisco in den 1970er und 1980er Jahren und erschienen zuerst als Serie in einer Zeitung. So konnte der Autor Armistead Maupin schnell auf aktuelle Ereignisse, wie zum Beispiel die aufkeimende AIDS-Epidemie, reagieren und diese in die Handlung der Stadtgeschichten aufnehmen.

Das erste Buch dieser siebenteiligen Serie beginnt mit der Ankunft von Mary Ann Singleton, einer jungen naiven Frau aus Cleveland, Ohio, in San Francisco. Sie findet eine Wohnung in der Barbary Lane 28, einem Haus, welches sich in Besitz der exzentrischen, cannabiszüchtenden Anna Madrigal befindet. Mary Ann freundet sich mit den anderen Mietern des Hauses, zu denen die bisexuelle Hippiefrau Mona Ramsey, der heterosexuelle Schürzenjäger Brian Hawkins, der unheimliche und gerissene Dachbewohner Norman Neal Williams, sowie Michael Tolliver, dem sympathischen Schwule. Über das Haus hinaus begleiten Liebhaber und Freunde Mary Ann durch ihre Abenteuer in San Francisco. Außerdem geben uns Edgar Halcyon, der Chef einer Werbeagentur und Boss von Mary Ann und Mona, DeDe Halcyon-Day und ihr intriganter bisexueller Gatte Beauchamp Day einen Einblick in die wohlhabendere kalifornische Gesellschaftsschicht, deren Leben jedoch über Frau Madrigals Mutter, eine Bordellbesitzerin, mit den Bewohnern des Hauses in der Barbary Lane durchaus eng verknüft ist.

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