Dieses bewegende Biografie handelt von dem jungen Rudolf Brazda, der kurz vor der nationalsozialistischen Machtergreifung sein Coming-Out als Homosexueller hat und mitsamt seine Familie sogar eine schwule Hochzeit feiert. Für kurze Zeit genießt er seine erste große Liebe, dann schlagen jedoch die Nationalsozialisten zu. Nach zwei Verhaftungen wird Rudolf Brazda im Jahr 1942 in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Dort überlebt er durch viel Glück und dank seines ungebrochenen Humors und Optimismus – aber auch, weil er einem kommunistischen Kapo sexuell zu Diensten stehen muss.
Rudolf Brazda wurde als Sohn tschechischer Einwanderer in einem heute thüringischen Dorf geboren und gilt als der letzte – derzeit bekannte – Lebende, der den Rosa Winkel trug. Sein Biograf Alexander Zinn erzählt die Geschichte eines erfüllten Lebens, das trotz aller Widrigkeiten von Liebe und Lebensfreude geprägt ist. Zugleich schildert Alexander Zinn die unbarmherzige Verfolgung homosexueller Männer während des Nationalsozialismus – eine Geschichte, die bis heute viele blinde Flecken hat.