Claudia Krell: Alter und Altern bei Homosexuellen

Dieses Buch beleuchtet auf der Basis von qualitativen Interviews mit Lesben und Schwulen wechselseitige Einflüsse von Homosexualität und Alter(n). In fünf Typen homosexuellen Alter(n)s werden konzeptionelle Ähnlichkeiten zwischen homosexuellen Identitäten und Altersbildern sowie Parallelen in den Formen des Umgangs mit den normativ abweichenden Identitätselementen sichtbar. Doch egal, ob hetero- oder homosexuell: Das Älterwerden und das Sterben werden unabhängig von der sexuellen Ausrichtung von den meisten Menschen unserer Zeit am liebsten verdrängt. Während die Menschen frührere Generationen es häufig gar nicht abwarten konnten, endlich erwachsen zu werden, wird heutzutage die Jugend möglichst lange herausgezögert. Dies nimmt mittlerweile abstruse Formen an: Während Mütter früher mit etwa im Alter von 20 Jahren ihr erstes Kind auf die Welt brachten, fühlen sich heute viele Frauen noch mit Mitte 30 zu jung für die Mutterrolle und gehen stattdessen lieber auf Partys. Doch auch die Männer möchten lieber möglichst lange unabhängig bleiben und fangen frühestens mit 40 Jahren an, sich über das Erwachsenwerden Gedanken zu machen.

Obwohl die deutsche Gesellschaft immer älter wird und es immer weniger junge Leute gibt, werden die Themen Alter und Tod weitesgehend ausgeblendet. Kaum ein Mann oder eine Frau macht sich Gedanken über das Leben im Alter: Wo werde ich im Alter leben? Wovon werde ich meine Miete bezahlen? Wie hoch wird meine Rente sein und werde ich überhaupt eine erhalten? Eines der sensibelsten Themen ist dabei die Altenpflege. Kein Mensch möchte seine letzten Jahre in einen Altenheim verbringen. Doch wer pflegt mich, wenn ich alt und krank bin? In vergangenen Zeiten stand außerfrage, das alte Menschen von Ihrern Kinden gepflegt wurden. Damals wohnte die ganze Familie noch unter einem Dach oder die Kinder holten ihre betagten Angehörigen zu sich in Haus, um sie zu pflegen. Die Sorge, was im Alter aus einem Menschen wird, betraf in den längst vergangenen Tagen höchstens kinderlose homosexuelle Männer und Frauen. Doch mittlerweile sind auch die meisten heterosexuellen Paare mit Kindern nicht mehr davor sicher, ins Pflegeheim abgeschoben zu werden: Der häufig rund um die Uhr verwöhnte Nachwuchs kann es sich nämlich beim besten Willen nicht mehr vorstellen, seine Individualität und seinen Lebensstandard aufzugeben, um Mutter und/oder Vater zuhause zu pflegen. Stattdessen wird der bequeme Weg gesucht und die Eltern ins Altenheim gebracht. Doch selbst, wenn der Wille zur 24-Stunden-Betreeung der Eltern gegeben ist: Häufig lässt die berufliche Situation die häusliche Pflege aus Zeitmangel gar nicht zu.

24-Stunden-Pflege zuhause in den eigenen vier Wänden

Zum Glück gibt es mittlerweile eine hervorragende Alternative zum Pflegeheim: Spezielle Pflegedienste bieten nämlich eine 24-Stunden-Pflege zuhause an. So können z.B. auch an Demenz erkrankte Patienten rund um die Uhr zuhause gepflegt werden. Weitere Informationen über diese Form der Rund-um-die-Uhr-Betreuung finden Sie z.B. auf der Seite des 24h-Pflegedienst Humanis: http://www.humanis-pflege.de/24-h-pflege.html

Zwar gibt es heutzutage sehr gute Altenheime und betreuten Wohnen, in denen die Senioren immer noch in einer eigenen Wohnung wohnen können. Doch selbstverständlich möchte niemand freiwillig sein eigenes Zuhause, in welchem er/sie viele Jahrzehnte lang gelebt hat oder es sogar selbst erbaut hat, aufgeben. Eine gute Alterb

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