Das Buch Eine Welt dazwischender jungen belgischen Schriftstellerin Aline Sax handelt von einer belgischen Familie, welche wie Tausende andere Menschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts Richtung einen Neubeginn in Amerika wagen wollte. Allerdings können auf Grund einiger Probleme nicht alle Familienmitglieder das gelobte Land betreten, sondern nur Adrian, ein Sohn der Familie, kann nach New York einreisen und muss sich in der großen, fremden Stadt zunächst ohne Unterkunft und Job vollkommen alleine und auf sich gestellt durchschlagen. Mit der Zeit findet der Junge jedoch Gefallen an dem Großstadtleben New Yorks und lernt schließlich Jack, einen jungen Hotelportier, kennen und lieben. Das Buch schilder auf eine ganz wunderbare Weise die zunächst vorsichtige Annäherung Adrians an das eigene Geschlecht und erläutert auch die Heimlichtuerei und das ständige Auf-der-Hut-sein, da die homosexuelle Liebe im Amerika des frühen 20. Jhdts erwartungsgemäß sehr geächtet ist.
Aufmerksam geworden auf dieses wunderbare Buch bin ich durch den WDR2-Buchtipp am Sonntagmorgen. Die Begeisterung der Redakteurin wirkte ansteckend, und ich bin nicht enttäuscht worden.