Ich, John – Peter Murphy

John Devine würde am liebsten aus Kilcody, einem irischen Provinznest, abhauen. Weg von seiner ewig besorgten, kettenrauchenden Mutter Lily, die ihn mit morbiden Bibelsprüchen erzieht. Doch dann tritt eines Tages der coole Jamey Corboy in sein Leben: Dieser Junge ist zwar nur ein Jahr älter als John, hat aber mehr Stil als ganz Kilcody zusammen, Rimbaud in der Manteltasche und gute Beziehungen zu finsteren lokalen Gangstern. Von einem Augenblick zum anderen ist Johns Leben voller Möglichkeiten – und schnell tuscheln die Bewohner des kleines Ortes, dass Jamey schwul ist und die beiden Jungen ein Verhältnis miteinander haben.

Der Musik-Journalist Peter Murphy kombiniert in seinem Debut-Roman “Ich, John” (Originaltitel “John The Revelator” – weiß jemand, ob der Titel etwas mit dem gleichnamigen Song von Depeche Mode zu tun hat?) einen hypnotischen Erzählstrom mit der unheimlichen Stimmung eines Tim-Burton-Films. Auch wenn der Roman amüsant zu lesen ist, durchzieht ein morbider Hauch von Gospel-Blues und Nick Cave dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite.

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  1. Spielautomaten sagt:

    Grundsatzlich betrachtet ist das eine super Sache, ich bin mir nur unsicher, ob das auch auf Dauer realistisch machbar ist.

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