Ob Michael Jackson nun schwul, hetero oder asexuell war, werden wir wohl nie mehr erfahren, denn seit gestern weit der King of Pop nicht mehr auf diesem Planeten. Gerade eben habe ich im Fernsehen noch einmal sein legänderes Konzert der Dangerous-Tour in Bukarest gesehen und das hat mir erst wieder in Erinnerung gebracht, was man durch all die Klatsch- und Tratschgeschichten der Medien schon längt vergessen hatte: Was für ein begnadeter Sänger, Tänzer und Musiker Michael Jackson gewesen ist. Bei seiner Performance passte jede kleinste Bewegung perfekt zur Musik, wie ein Wirbelwind fegte er über die Bühne und tanzte in seiner typischen Mischung aus James Brown, Fred Astaire und eines Roboters.

Wer wissen will, wie Michael Jackson wirklich dachte, der sollte Moonwalk. Mein Leben unbedingt lesen. Es ist zwar bereits aus dem Jahr 1989, aber darin kann man alle Ereignisse bis zu diesem Zeitpunkt aus der Sicht des größten Entertainers aller Zeiten noch einmal nachlesen. Wirklich empfehlenswert!

 

Der Autor Jan Stressenreuter wurde 1961 in Kassel geboren, aufgewachsen istr er jedoch in der Nähe von Düsseldorf. Mittlerweile lebt er mit seinem Freund in Köln, wo auch sein Kriminalroman “Aus Rache” spielt. Jan Stressenreuter liebt Bücher, Popmusik und vor allen Dingen die siebziger Jahre.

Aus Rachehandelt von Hauptkommissarin Maria Plasberg , die vor einem schwierigen Fall steht. Ihr Partner im Dienst ist einer der wenigen offen schwul lebenden Beamten im Kölner Polizeidienst. Zusammen versuchen die beiden dem Mord an Axel Borowsky auf den Grund zu gehen, welcher mit zwei Messerstichen bestialisch ermordet wurde. Dabei gelingt es Jan Stressenreuter auf grandiose Weise, die gängigen Köln-Klischees zu vermeiden und stattdessen ein Köln-Feeling zu vermittelt, das bedeutend ehrlicher und realistischer daherkommt und auf diese Weise dem tatsächlichen kölschen Lebensgefühl weit mehr entspricht. Trotzdem – oder besser gesagt gerade deswegen – entsteht auf diese Weise ein hoher Wiedererkennungseffekt. Sogar der berüchtigte U-Bahnbau (man erinnere sich an das vor einigen Wochen eingestürzte Kölner Stadtarchiv) kommt vor.

“Aus Rache” ist auf jeden Fall ein schwuler Kriminalroman, der süchtig macht: Ich fände es prima, wenn Plasberg und Brinkhoff in Serie gingen und demnächst noch mehr Fälle lösen würden…. Also bitte, lieber Jan Stressenreuter: MEHR DAVON!!!!

 

Der Roman Kindsköpfe handelt von einem schwulen Paar, das um das Sorgerecht für die Kinder der verstorbenen Schwester des einen Partners kämpft. Kriss Rudolph, Jahrgang 1971, ist mit diesem Buch ein wahres Meisterwerk an Kreativität und Umsetzungsvermögen gelungen. Seine Charaktere sind detailliert ausgearbeitet, die Schauplätze liebevoll gestaltetet und die Handlung folgt einem klar verständlichen Geschichte, die ans Herz geht.

Obwohl die Geschichte voller Humor erzählt wird – besonders die leicht chaotische Ader seines Protagonisten Niklas sticht hervor – verliert Kindsköpfe dennoch niemals die Ernsthaftigkeit des Themas. Auf diese Weise entsteht bereits auf den ersten Seiten eine Verbindung zwischen dem Leser und der handelnden Figuren. Kindsköpfe ist wirklich ein Buch voller Wortwitz und emotionaler Gelegenheiten, dass man unbedingt gelesen haben muss!

Der Autor Kriss Rudolph lebt und schreibt in Berlin, sitzt jedoch auch regelmäßig in Köln vor einem WDR-Mikrofon. 2005 erschien bei Fischer seine Romantic Comedy Das Beste von heute, und im folgenden Jahr Unsterblich kopiert, welches für den DELIA-Literaturpreis nominiert wurde, und zu guter Letzt auch noch der komisch-böse Roman Heute ziehst du aus.

 

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Herrlich: Der Rapper Eminemist ja bereits seit Jahren als schwulenfeindlich bekannt – auch wenn er dies immer abstritt und sogar durch einen gemeinsamen Auftritt mit Elton John zu widerlegen versuchte. Was tut man nicht alles für die Karriere. Der Komiker Sacha Baron Cohen – besser bekannt als Borat – hat es nun endlich geschafft, Eminem die Maske herunter zu reißen und sein wahres Gesicht zu zeigen: Bei den MTV-Movie-Awards ließ sich Cohen in seiner neuen Rolle als schwuler, österreichischer Modejournalist Brüno nur mit Engelsflügeln und einem Suspensorium bekleidet von der Hallendecke herabseilen. Dabei landete er durch einen vermeintlichen Unfall bäuchlings auf Eminem, mit seinem Hinterteil direkt vor dem Gesicht des Rappers und die Beine um dessen Kopf geschlungen. Eminems Bodyguards versuchten zunächst vergeblich, ihren Schützling von Bruno zu befreien. Nachdem ihnen dieses geglückt war, verließ der 36-jährige Rapper, der selbsst in seiner Karriere nie davor zurckgeschreckt hat, andere Promis zu verunglimpfen, unter dem Johlen des Publikums den Saal.

Hier das dazugehörige Video auf Youtube.

 

Man(n) sollte glauben, dass so etwas nicht möglich wäre, doch es gibt sie tatsächlich: Schwule Nazis. Und damit meine ich keine rechten Klemmschwestern, sondern gestandene Nazis, die offen zu ihrer Homosexualität stehen, auch wenn ihresgleichen im Dritten Reich von den Naziverbrechern gejagt, ins KZ gesperrt und ermordet wurden.

Das Buch Schwule Nazis und der Rechtsruck in Gesellschaft und schwuler Szenevon Jörg Fischer dokumentiert das Verhältnis zwischen Rechtsextremismus und männlicher Homosexualität. Ein genauso widersprüchliches wie heikles Thema, denn Schwule waren und sind schließlich Opfer, sie gehören zu den Opfergruppen des Faschismus und von Neonazis. Doch dies ist nicht alles: Sowohl im historischen Nationalsozialismus als auch in der gegenwärtigen Neonazi-Szene findet man viele aktive Schwule, und der Hang zum Fetisch “NS-Symbole” innerhalb bestimmter Bereiche der schwulen Szene scheint nicht immer “nur” sexuell motiviert zu sein. Das alles findet nicht im luftleeren Raum statt. Auch innerhalb der schwulen Szene, insbesondere bei Medien und Verbandsfunktionären, ist nach der Phase der Entpolitisierung nunmehr ein verstärkter Rechtsruck zu beobachten, rassistische Vorurteile und Minderheitenfeindlichkeit sind auch hier anzufinden, werden teilweise von Vertretern von Teilen der schwulen Szene offen propagiert.

 

Nein, dies ist kein Klappen- und Cruising-Führer. Das Buch Schwule Orte. 150 berühmt-berüchtigte Schauplätze berichtet nämlich über vieles mehr: Dieses Buch ist ein wahres Füllhorn an Liebesnestern, Lasterhöhlen, letzte Ruhe- und berühmte Wohnstätten, Drehorte von Filmen und Schauplätze von Morden, Skandalen und anderen geschichtsträchtigen schwulen Ereignissen. Der Autor Axel Schock hat 150 solcher „schwuler” Orte in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgespürt und recherchiert und dazu 150 äußerst bemerkenswerte Geschichten zu schwuler Geschichte und schwulen Persönlichkeiten gefunden, die von Ludwig II. und Franz Schubert über Rex Gildo und Rio Reiser bis Thomas Mann und Hubert Fichte reichen. Wer also schon immer wissen wollte, wo der Film „Sommersturm” gedreht, legendäre Schwulenpartys zu Wasser und ein prominenter Geburtstag auf einer Klappe gefeiert wurde, wird in diesem Buch mit Sicherheit fündig werden. Nebenbei erfährt der neugierige Leser auch noch, warum neben Schlössern und Burgen, Luxusvillen und Denkmälern auch eine Pommesbude, eine H&M-Filiale in Berlin und ein Kaufhaus in Augsburg, und sogar ein komplettes österreichisches Dorf zu diesen ausgewählten schwulen Orten gehören. All dies und viele weitere schwule Geheimnisse verrät dieser ganz andere Reiseführer. Ein wirklich unterhaltsamer schwuler Lesespaß für zwischendurch.

 

Dr. phil. Udo Rauchfleisch, der Verfasser dieses Buches, ist Psychoanalytiker und Professor für Klinische Psychologie an der Universität Basel und zudem in privater Praxis tätig. In seinem Werk Schwule, Lesben, Bisexuelle. Lebensweisen, Vorurteile, Einsichten (Sammlung Vandenhoeck): Lebensweisen, Vorurteile, Einsichten stellt er die große Bedeutung des gesellschaftlichen Drucks für Entwicklung und Lebensweisen von Lesben, Schwulen und Bisexuellen in den Vordergrund seiner Betrachtungen. Dabei nähert sich Udo Rauchfleisch den Frauen und Männern hinter diesen sexuellen Klassifizierungen mit Einfühlsgabe, Zartgefühl und Respekt – in der Fachliteratur sind dies eher selten anzutreffende Tugenden.

Rauchfleisch zeigt und erläutert in seinem Buch spezifische Reibepunkte, die dieses Lebensmodell zwangsläufig mit sich bringt und erläutert diese detailliert. Dabei zeichnet er mit psychologischem Charme ein hervorragendes Bild vom Seelenleben der schwulen, lesbischen und bisexuellen Männer und Frauen, welche anderes empfinden, denken und handeln , ohne sie herabzuwürdigen. Dieses buch ist absolut lesenswert und sollte als Pflichtlektüre für alle freiheitsliebenden Menschen gelten ganz egal ob homo-, bi- oder heterosexuell.

 

Das Buch Pauls Bücher: Buch.1, Die Entwicklung: Bd 1von Joachim Bartholomae ist der erste Band aus der Reihe von “Pauls Büchern”. Dieser Band erzählt von dem ersten halben Jahr der SM-Beziehung von Paul und Leon. Die Tagebucheinträge sind fast durchweg von der Euphorie dominiert, endlich die richtige Kombination von Liebe und Sex gefunden zu haben, nach der beide Partner ihr Leben lang gesucht haben.

Was die Serie “Pauls Bücher” so interessant macht, ist die Tatsache, das sich alles wirklich genau so ereignet hat, wie es geschrieben steht – nichts von alledem ist Dichtung.
Der Autor Joachim Bartholomae hat dieses Buch gemeinsam mit seiner damaligen SM-Beziehung geschrieben und ursprünglich war es lediglich als ein Tagebuch nur für die beiden geplant. Die Niederschriften dienten dazu, den jeweiligen Partner über den Stand des eigenen Kopfes zu informieren, Entwicklungen und Schwierigkeiten aufzuzeigen um diese Beziehung in dieser Heftigkeit leben zu können, da SM eine derart intensive Geschichte ist, die nur in einer engen Partnerschaft wie dieser ausgelebt werden kann.
Aus diesem Grund sind Pauls Bücher keine Literatur im herkömmlichen Sinne, sondern ein wirkliches Tagebuch, welches sich genau so ereignet hat, wie es zwischen den Buchdeckeln geschrieben steht. Es ist tatsächlich nichts dazugedichtet oder weggelassen worden.

Die Geschichte ist übrigens mit diesem Buch nicht zu Ender. Im zweiten Band Pauls Bücher: Buch.2, Die Wende: Tagebuch einer SM-Beziehung: Bd 2 geht die Geschichte von Paul und Leon nämlich weiter. Lasst euch überraschen.

 

Dies ist bereits die zweite Karl-Lagerfeld-Biografie innerhalb weniger Monate: 15 Jahre lang hat Arnaud Maillard im Dienste des Modemachers Karl Lagerfeld gestanden: Arnaud Maillard fing in der Pressestelle des Modezaren an und entwickelte sich zu einem seiner engsten Mitarbeiter. Nachdem er nun jedoch gekündigt hat, berichtet er ausführlich über sein gespaltenes Verhältnis zu seinem ehemaligen Chef

In “Karl Lagerfeld und ich” berichtet Arnaud Maillard genüsslich über die Fresssucht und den darauf folgenden Magerwahn Karl Lagerfelds. Dass Karl Lagerfeld jemals wieder mit seinem ehemaligen Mitarbeiter sprechen wird, ist höchst unwahrscheinlich. Karl Lagerfeld habe sich durch die Kündigung seines Assistenten verraten gefühlt und einen Ton angeschlagen, den er bis dahin nicht an ihm gekannt habe: „Was glaubst du eigentlich? Keiner wird dich mehr nehmen“, habe er seinem langjährigen Diener am Telefon gedroht. „Es ist vorbei. Ruf’ mich nicht mehr an. Du wirst sehen, was passiert.“

Trotzdem schreibt Maillard in seinem Buch Karl Lagerfeld und ich: 15 Jahre an der Seite des Modezarenbeinahe liebevoll über seinen ehemaligen Meister: Mit Lagerfeld zu arbeiten sei einzigartig für ihn gewesen, stellt der Franzose fest und erzählt, dass der begnadete Modemacher viel zu höflich und anspruchsvoll sei, um jemals die Beherrschung über sichzu verlieren. Niemals würde er sich „zu Zorn, zu Beleidigungen oder zu Hysterie hinreißen lassen“. Allerdings, so Maillard, könne er sich nicht daran erinnern, dass Karl Lagerfeld in all der Zeit auch nur einmal ausgelassen gelacht habe.

 

Schwule Väter gibt es mehr, als so mancher Normalbürger glauben mag. Nur die wenigsten schwulen Väter haben sich vermutlich geoutet – die meisten schwulen Väter leben ein Doppelleben, in dem sie mit einer Frau verheiratet sind und nach außen den “normalen” Familienvater geben. Ihre schwule Neigung leben diese schwulen Väter wenn überhaupt, dann nur heimlich aus.

In dem Buch Und was sagen die Kinder dazu? Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer und schwuler Elternkommen 35 Töchter und Söhne von lesbischen und schwulen Eltern Wort. Sie erzählen, wie sie sich und ihre Familien sehen und berichten, wie es sich mit zwei Müttern oder zwei Vätern lebt, was sie über Mamas neue Freundin denken, wie sie es finden, dass Papa zum Elternvertreter gewählt wurde und welche Bedeutung es für sie hat, dass ihre Mutter mit einer Frau verheiratet ist oder ihr Vater einen Mann liebt. Ihre Geschichten sind so unterschiedlich wie sie selbst. Sie sprechen über all das, was sie im Alltag bewegt, was sie mögen, was sie stört und was die anderen über ihre Familie sagen oder fragen. Sie stellen ihre FreundInnen vor und verraten uns manchmal auch ihre Wünsche und Träume. Und sie erzählen dem Leser oder der Leserin, dass ihre Familien eigentlich gar nicht so anders sind – oder doch völlig aus dem Rahmen fallen. Das Buch enthälte zudem ein Vorwort von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit.

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