Schwuler Comic: Mioki’s Popcorn

Popcorn ist ein erotischer Comic des amerikanischen Comiczeichners Mioki. Der 1949 als Kind tschechischer und deutscher Immigranten in den USA geborene und heute in New Jersey lebende Zeichner, hat sich bereits mit seinen Bestsellern “Side by Side” (die deutsche Ausgabe trägt den Titel “Durch Dick und Dünn”) und “Still Side by Side” eine große Fangemeinde erschaffen.

Licht aus, Spot an: Seite für Seite zeigt Mioki sexy Momentaufnahmen und charmante Begebenheiten. Comic-Fans, die auf der Suche nach heißen Zeichnungen sind, die die Fantasie anregen, sei dieses Werk ans Herz gelegt. Denn Kleidung spielt in diesem Comic überhaupt keine Rolle: Mioki präsentiert junge Männer, die sich auf sage und schreibe 80 Seiten allein, zu zweit oder in der Gruppe in einfallsreichen Sexualstellungen verlustieren.

Martin Büsser – Der Junge von nebenan. Graphic Novel

Im Stile einer Graphic Novel, also eines illustrierten, comicartigen Romans im Buchformat mit thematischem Anspruch und narrativer Komplexität, erzählt Martin Büsser die Geschichte eines Jugendlichen, der in den 70er Jahren aufwächst und dessen Eltern in den terroristischen Kampf gegen die BRD ziehen. Währenddessen erlebt der Erzähler sein schwules Coming-Out und probiert seine Sexualität aus. Der Junge von nebenan merkt, wie seine Eltern als auch er selbst sich verändern: Nachdem er von der Mutter zunächst allein erzogen worden ist, ändert sich die Situation, als der Vater nach Jahren der Abwesenheit wieder auftaucht. Die Eltern gehen in den bewaffneten Untergrundkampf, werden verfolgt, verhaftet und schließlich von einer Spezialeinheit in Stücke gerissen.

Gleichzeitig ändert sich auch das Leben des Jungen, der fortan bei den Großeltern lebt: aus dem ehemals schüchternen Jungen wird im Laufe der Zeit ein exzentrisches Selbstdarsteller und Protagonist der Londoner wie Berliner Punkszene Ende der 70er Jahre. Andererseits entwickelt sich daraus für den jungen Mann ein Problem: gleichzeitig Punk und schwul zu sein. Die interessantesten Männer kann der Junge von nebenan nicht kriegen, „weil die, die gerade auf Johnny Rotten stehen, nicht schwul sind. Und die, die auf Marianne Rosenberg stehen, die will ich nicht.“

Martin Büsser ist mit „Der Junge von nebenan“ eine faszinierende Erzählung gelungen, die zeitgeschichtliche und politische Aspekte mit Pop- und Musikthemen sowie Gender- und Identitätskonstruktionen auf einzigartige Weise verknüpft. Büsser, der im Jahr 2010 verstorben ist, gilt als einer der renommiertesten deutschen Autoren mit Schwerpunkt Popkultur, Musik, Gender Studies und zeitgenössische Kunst. Er war Mitbegründer und -herausgeber der seit 1995 im Mainzer Ventil Verlag erscheinenden Buchreihe testcard – Beiträge zur Popgeschichte.

DC Comics und Marvel kündigen schwule Superhelden an

Der legendäre Comicverlag DC Comics hat mitgeteilt, dass der Superheld Green Lantern in Zukunft schwul sein wird. In seinem neuesten Comic-Heft kommt der Superheld nach Hause und wird von seinem Freund mit einem Kuss empfangen.

Doch nicht nur der Verlag DC Comics kann mit einem homosexuellen Superhelden aufwarten: Fast gleichzeitig hat auch der große Konkurrent Marvel – bekannt nur Spider-Man, Iron Man oder die X-Men-Serie – einen schwulen Comic-Charakter angekündigt und geht sogar noch einen Schritt weiter: Der auf den Namen Northstar hören Held wird seinen Lebenspartner sogar heiraten! Kein Wunder, das konservative Gruppen in den USA auf die Barrikaden gehen!