Schwuler Comic: Mioki’s Popcorn

Popcorn ist ein erotischer Comic des amerikanischen Comiczeichners Mioki. Der 1949 als Kind tschechischer und deutscher Immigranten in den USA geborene und heute in New Jersey lebende Zeichner, hat sich bereits mit seinen Bestsellern “Side by Side” (die deutsche Ausgabe trägt den Titel “Durch Dick und Dünn”) und “Still Side by Side” eine große Fangemeinde erschaffen.

Licht aus, Spot an: Seite für Seite zeigt Mioki sexy Momentaufnahmen und charmante Begebenheiten. Comic-Fans, die auf der Suche nach heißen Zeichnungen sind, die die Fantasie anregen, sei dieses Werk ans Herz gelegt. Denn Kleidung spielt in diesem Comic überhaupt keine Rolle: Mioki präsentiert junge Männer, die sich auf sage und schreibe 80 Seiten allein, zu zweit oder in der Gruppe in einfallsreichen Sexualstellungen verlustieren.

Spektralanalyse: Homosexualität und ihre Feinde (Osteuropa Heft 10/2013)

Homosexualität ist in Russland gesellschaftlich stark tabuisiert: Nachdem Putin das Gesetz gegen Homosexualität abgesegnet hat, muss man in Russland mit empfindlich hohen Bußgeldern rechnen, wenn man sich in Russland in Gegenwart von Kindern positiv über Homosexualität äußert. Im Gegenzug wirft die russische Regierung der EU vor, “aggressive Propaganda” von Homosexualität zu betreiben. Vor diesem aktuellen Hintergrund beschäftigt sich dieses Themenheft der Zeitschrift OSTEUROPA [= OSTEUROPA, 10/2013] mit den folgenden Fragen: Woher kommt der Hass auf Schwule und Lesben? Weshalb schürt ihn in Russland der Staat? Welche Rolle spielt die Orthodoxe Kirche? Warum ist das gesellschaftliche Klima in Tschechien soviel liberaler? Wie ist die Lage von LGBT in Polen? Wie haben russische und tschechische Schriftsteller ihre homoerotischen Erfahrungen verarbeitet? Die Antworten gibt diese Ausgabe der Zeitschrift OSTEUROPA, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.

Inhalt des Heftes:
Editorial: Homophobie und autoritärer Staat
Dan Healey:Beredtes Schweigen. Zur Geschichte der Homosexualität in Russland
Ulrich Schmid: Masken des Begehrens. Homosexualität in der russischen Literatur
Igor Kon: Lackmustest. Homophobie und Demokratie in Russland
Natalija Zorkaja: Ressource des Autoritarismus. Diffuse Homophobie in Igor Kons Lesart
Nikolay Mitrokhin: Gottes Wort und Priesters Tat. Die Orthodoxe Kirche und die Homosexualität
Konstantin Michajlov: “Propaganda der Sünde”. Die ROK und die sexuellen Minderheiten
Katja Wiebe: Verordnete Verunsicherung. Homosexualität, Jugendschutz, Jugendliteratur
Evgenia Belorusets: A Room of My Own. Bilder von LGBT-Familien in der Ukraine
Zlata Bossina: Politisch wider Willen. Russisch in Berlin: queer + art = Quarteera
Franz Schindler: Blick durch die “rosa Brille”. Die Tschechen und die sexuelle Minderheit
Martin C. Putna: Von der Splendid Isolation zum Mainstream. Homosexualität in der tschechischen Literatur
Tomasz Kitliński, Pawel Leszkowicz: Bipolar. Homophobie und Toleranz in Polen 195

Richard Amory – Das Lied des Sterntauchers

Weiter geht’s mit einem weiteren vergessenen Klassiker der schwulen Literaturgeschichte: Dieser Roman aus dem Jahr 1966 ist zugleich Ausdruck wie Katalysator eines wachsenden schwulen Selbstbewusstseins. Wo die Karl-May-Klassiker Winnetou und Old Shatterhand aufhörten, machen Singender Reiher, Träumender Bär und Hauptdarsteller Ephraim lustvoll weiter. Der Autor Richard Amory orientiert sich in seinem Buch nämlich an amerikanischen Gründungsepen wie Lederstrumpf und Pocahontas und beschreibt eine Reise in die unerforschte Wildnis als Abfolge sexueller Begegnungen mit Trappern und Indianern. Schließlich stößt der Held zur Gesellschaft der Sterntaucher, die eine lustvolle Alternative zum Selbsthass der puritanischen Pilgerväter lebten.

Richard Amory – 1927 in Oregan als Sohn eines Lehrerehepaars geboren und mit dem ebenfalls äußerst klangvollen Namen Richard Love gesegnet – schildert in “Das Lied des Sterntauchers” die erotischen Szenen mit einem pathetischen Überschwang, der den Übersetzer der deutschen Erstausgabe 1971 (Titel: “Rote Männer auf grünen Matten”) wohl dazu verleitet hat, die Handlung mutwillig zu veralbern. Dabei hatte dieses klassische Kultbuch durchaus eine ordentliche Übersetzung verdient. Wir präsentieren deshalb hier erstmals die wahre Geschichte um Ephraim McIver, Träumender Bär und ihre weißen und roten Freunde, den sicherlich meistverkauften schwulen Erotikroman sowohl in Amerika wie in Deutschland.

Richard Amory gründete übrugens auch die “Renaissance Group” der schwulen Autoren Dirk Vanden, Phil Andros, Peter Tuesday Hughes u.a. Er starb im Jahr 1981.

Stephan Niederwieser – Die Bibel des schwulen Sex

Böse Zungen behaupten ja, schwulen Männern ginge es nur um Sex – als ob das bei Heteros anders wäre! Nun gibt es endlich auch ein literarisches Werk, welches sich mit allen Fragen zum Thema “schwuler Sex” befasst. Denn seien wir ehrlich: Über Sex zu reden ist nur so lange kein Problem, wie man sich als erfahrener Liebhaber präsentieren kann.

Stephan Niederwieser – gelernter Heilpraktiker und Psychotherapeut – ist Autor zahlreicher Sexratgeber und verrät seiner Bibel des schwulen Sex auf 271 Seiten alles, was homosexuelle Männer über dieses (überlebens-) wichtige Thema wissen müssen. Von Gesundheitsfragen, über Online-Dating, die optimale Entspannung bis hin zum verantwortungsvollen Umgang mit Drogen deckt das Buch wirklich sämtliche Facetten schwulen Sexualverhaltens ab. Niederwiese gelingt dabei das Kunststück, tabulos zu schreibend und die Kinder beim Namen, ohne dabei wirklich vulgär zu werden oder in sterile Arztsprache zu verfallen. Häufig regt der Autor seine Leser auch zum Schmunzeln an. Besonders gut gefällt mir außerdem, das alle Themen mit hochwertigen Fotos und Grafiken illustriert sind. Die Bibel des schwulen Sex ist somit ein kompetenter und gleichwohl unterhaltsamer Sexualratgeber für homosexuelle Männer – und solche die es werden wollen. Das Buch ist im Bruno Gmünder Verlag erschienen.

Drew Blancs: Gay Travel Guide For Tops And Bottoms

Dieser homosexuelle Reiseführer für Tops und Bottoms gibt Männern Tipps für erotische Abenteuer auf Reisen. Finden Sie heraus, in welcher Stadt es die besten aktiven Kerle oder die devotesten passiven Männer gibt. Dieses Buch ist ein Muss für jeden anale gesinnten Reisenden, der auf der Suche nach Romantik, Abenteuer und jede Menge Spaß im Urlaub ist. Der Reiseführer bietet schwule Tipps für die folgenden Länder: Singapur, Malaysia, Griechenland, Kanada, Süd-Korea, Thailand, Türkei, Frankreich, Phillipinen, Libanon, Indien, Schottland und Australien.

Mit diesem Buch tritt Drew Blancs erstmals als Autor auf. Er ist ein freiberuflicher Schriftsteller und Blogger für die Reisebranche. Drew Blancs lebt derzeit in Los Angeles, Kalifornien.

Bildband: Catalina – the Vintage Years

Catalina: the Vintage Years ist mehr als nur Gay-Porno: Der umfangreiche Bildband stellt das goldene Zeitalter des Schwulenpornos vor! Das legendäre Pornostudio Catalina wurde im Jahr 1978 von Regisseur und Produzent William Higgins gegründet und brachte einige der Kronjuwelen unter den Gay Pornos heraus. Zu den bekanntesten Catalina-Filmen zählen unter anderem In Hot Pursuit, The Switch Is On, The Look and Powertool. Diese wichtige Tür öffnete sich in den 70er, 80er, und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts und machte viele Catalina-Darsteller zu Ikonen – ganz besonders Jeff Stryker, der auf der Titelseite abgebildet ist. Aber hier sind auch unvergesslichen Aufnahmen von Gianfranco, Tim Lowe, William Higgins, Ray Harley und vielen weiteren Pornostars aus dem Hause Catalina zu bewundern. Die Fotos in diesem Bildband dokumentieren eine vergangene Welt der grenzenlosen sexuellen Freiheit.

Garniert werden die Fotos mit Interviews des aufsehenerregenden Pornoregisseurs Chi Chi LaRue, welche dem Buch mehr als nur ein wenig Unterhaltung, sondern viele wichtige Fakten für den Leser hinzufügen. Gebunden mit Schutzumschlag, 21,5 x 28,5 cm, durchgehend farbig,
112 Seiten.

Jeffery Self: 50 Shades of Gay

Der Roman 50 Shades of Gay handelt von dem schüchternen Studenten Alex Kirby: Der Junge ist 24 Jahre alt, aber immer noch Jungfrau – und das in L.A.! Dann lernt Alex bei einem Interview jedoch den charismatischen und blendend aussehenden Hollywood-Star Taylor Grayson kennen und nichts ist mehr wie vorher, denn der Schauspieler führt ihn ein in die faszinierende Welt der Liebe, in welchem Dominanz und Unterwerfung beim Sex eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Dabei möchte Alex den Filmstar eigentlich nur dazu bringen, sich zu seinen wahren Gefühlen zu bekennen – oder?

Der erst 1987 geborene Jeffery Self – der Autor von 50 Shades of Gay – ist selbst Schauspieler, Schriftsteller und Video-Blogger. Er spielte schon in vielen bekannten Filmen und Fernsehserien eine Rolle, darunter so klangvolle Namen wie 30 Rock, Desperate Housewives und 90210. Mit Jeffery & Cole Casserole haben er und sein Partner Cole Escola sogar seine eigene Comedy-Show. Erste Berühmtheit landeten die beiden mit lustigen, viralen Videos unter the YouTube-Kanalr VGL (Very Good Looking) Gay Boys. Außerdem schreibt Jeffery Self regelmäßig für Magazone wie zum Beispiel The Advocate und die Huffington Post. 50 Shades of Gay ist jedoch sein erster Roman.

Gay Online Dating: Das ultimative Handbuch fürs schwule Chatten, Verabreden und Bloggen

Auch wenn uns die CDU – allen voran unsere Kanzlerin Angela Merkel – weismachen möchte, dass das Internet für alle Neuland wäre: Die schwulen Männer sind in Sachen Internet und Social Networks schon seit über 10 Jahren ganz vorne dabei. Lange vor Facebook, StudiVZ & Co. knüpften Homosexuelle über Online-Chats und Foren Kontakte über das Internet. Schon bevor das Internet zum Massenmedium wurde, fanden schwule Männer Sex-Kontakte, Freunde und Partner fürs Leben im Internet. Der Autor dieser Zeilen hatte bereits vor 13 Jahren seinen heutigen Ehemann in einem kleinen Gay-Chat kennengelernt.

Seit Jahren schon sind Gayroyal und Gayromeo die Stammhirsche unter den Gay Social Networks. Mit dem Siegeszg der Smartphones kamen zwar neue schwule Apps wie Grindr, Growlr oder Scruff hinzu – allerdings haben sich diese Communities bis heute nicht so richtig in Deutschland durchsetzen können. Der deutsche Durchschnittsschwule sucht sein nächstes Date doch lieber noch bei Gayroyal oder Gayromeo. Trotzdem kann man festhalten, dass die schwulen Chat- und Dating-Portale im Internet Möglichkeiten der (Sex-) Partnersuche enorm erweitert haben. Und wer die Regeln beim Online-Dating beherrscht, erzielt eine erstaunlich hohe Trefferquote. Hunderttausende Profile schwuler Männer warten darauf, entdeckt zu werden. Das Handbuch “Gay Online Dating: Das ultimative Handbuch fürs schwule Chatten, Verabreden und Bloggen” verrät, wie ein schwuler Mann mit wenigen Mausklicks zu seiner nächsten Verabredung kommt und das Internet für die Partnersuche effektiv nutzt. Das Buch stellt verschiedene Gay-Dating-Portale vor, gibt nützliche Ratschläge zum Anlegen von Online-Profilen und erläutert, wie man so genannte Faker erkennt und sich vor ihnen schützt. Doch das Buch richtet sich nicht an Männer, für die das schwule Internet tatsächlich noch Neuland ist: Auch fortgeschrittene Online-Dater können hier noch etwas neues Lernen. So erfahren sie, wie man mit einer eigenen Homepage oder einem Weblog noch mehr Männer auf mich aufmerksam machen kann oder wie Mann kostbare Zeit bei Chat und Internet-Dating spart. Und obendrauf erhält der Leser noch Gutscheincodes für befristete Premium-Upgrades, so dass man das angelesene Wissen gleich bei den wichtigsten Gay-Online-Portalen in die Praxis umsetzen kann.

Hinter den schwulen Lachern: Homosexualität bei den Simpsons

Homosexualität bei den Simpsons: Die erfolgreiche US-Zeichentrickserie “Die Simpsons” erfreut sich seit mehr als 20 Jahren auch unter Schwulen und Lesben einer großen Beliebheit. Kein Wunder, richten sich doch viele Episoden über Homer, Marge, Lisa und Bart Simpson mit ihren satirischen Beiträgen zu politischen und gesellschaftlichen Themen nicht nur an Kindern, sondern auch an erwachsene Zuschauer. Dabei spielt das Thema Homosexualität immer wieder eine wichtige Rolle bei den Simpsons. Jeder Mann weiß zwar, dass Familienoberhaupt Homer Simpson mit seiner Marge mehr oder weniger glücklich verheiratet ist – aber hätten Sie gedacht, dass Homer schon mehr als 50 Männer auf den Mund geküsst hat? Oder hätten Sie geahnt, dass in der TV-Serie über 490 schwul-lesbische Szenen und mehr als 70 schwule und lesbische Charaktere auftraten? Auch viele schwule und lesbische Stars hatten bereits Gastauftritte bei den Simpsons, beispielsweise Sänger Elton John, Schriftsteller Oscar Wilde, Künstler Andy Warhol oder Moderatorin Ellen Degeneres.

In dem Buch Homosexualität bei den Simpsons hat Erwin In het Panhuis – ein Bibliothekar aus Köln – anhand der ersten 500 Folgen der Serie analysiert, wie sich die Simpsons zu schwulen und lesbischen Themen positionieren. Dabei stellt der Autor nicht nur viele Zeichentrickfiguren mit ihrer recht flexiblen sexuellen Orientierung vor, sondern nimmt auch etwa 200 popkulturelle Referenzen, wie zum Beispiel Musik- und Filmtitel, kritisch unter die Lupe, dokumentiert Fälle von Zensur nimmt einen Vergleich mit anderen Fernsehserien, wie z.B. Family Guy vor. Im Ergebnis vermitteln die Simpsons für ein Millionenpublikum ein typisch amerikanisches, aber untypisch aufgeschlossenes Bild von Schwulen und Lesben. Trotz der Rückgriffe auf Klischees ist bei den Simpsons fast immer ein intelligenter, fairer und unterhaltsamer Umgang mit Homosexualität zu beobachten.

Nach Aufklärung und Aufregung: 50 Jahre Schwule und Lesben in der BRAVO aus dem Jahr 2010, ist “Homosexualität bei den Simpsons” das zweite Buch von Erwin In het Panhuis im Archiv der Jugendkulturen Verlag.

Übrigens gibt es zum Buch auch eine eigene Facebook-Seite: https://www.facebook.com/HinterDenSchwulenLachern hat bereits 660 Fans.

Schwules Kochbuch: Pink! Gay cooking

Ein schwules Kochbuch hat der Welt noch gefehlt: In Pink! Gay cooking präsentiert Peter Norman – seines Zeichens Koch, Foodstylist und schwuler Mann – gemeinsam mit seinem Ehemann Mikael Strinnhed (praktischerweise von Beruf Lifestyle-Fotograf) eine kulinarische Reise in die 14 aufregendsten Städte der Welt. Genießen Sie 130 schwule Rezepte, darunter zum Beispiel ein Hummer-Sandwich aus New York, Thunfisch-Carpaccio auf Ibiza, Honigente aus Bangkok, Lamm-Couscous aus Marrakesch oder eine Mandelrosentorte auf Mykonos. Der Autor und sein Fotograf haben insgesamt 130 schwule Rezepte in extravaganten Fotos eingefangen, die Appetit anregen.

Auf eine unterhaltsame und höchst anmutige Art und Weise werden hier Gerichte vermittelt, die auch weniger begabte schwule Hobbyköche ganz einfach nachkochen können. Wer beim nächsten Abend seine homosexuellen Freunde so richtig beeindrucken möchte, liegt bei diesem schwulen Kochbuch gaynau richtig.

Ein echter Knaller ist übrigens auch der Preis: Das Gay-Kochbuch ist von 39,90 Euro auf 7,99 Euro runtergesetzt. Bei diesem Schnäppchenangebot muss Mann einfach zugreifen!